Zu Zweitmarktpreisen in Gewerbeimmobilien investieren

Robert List
Robert List

Das auf geschlossene Zweitmarkt-Immobilienfonds spezialisierte Emissionshaus Asuco hat den Verkaufsprospekt für die Vermögensanlage „ZweitmarktZins 07-2018 pro“ veröffentlicht und den Vertrieb der nachrangigen Namensschuldverschreibung gestartet (DFPA berichtete). Das Emissionsvolumen beträgt 30 Millionen Euro und kann vom Emittenten auf maximal 60 Millionen Euro erhöht werden. Anleger können sich ab 200.000 Euro zuzüglich drei Prozent Agio an der Privatplatzierung beteiligen. DFPA sprach mit Robert List, Geschäftsführer der Asuco Vertriebs GmbH, über die Anlage- und Vertriebsstrategie.

DFPA: Auf welchen Wegen erschließen Sie sich Ihren Investorenkreis bei einem Mindestinvestment von 200.000 Euro?

List: Ganz überwiegend kommen die Investoren für die Privatplatzierung aus dem Kreise unserer langjährigen Vermittler. Darunter sind Stiftungen, Unternehmen, Rückdeckung betrieblicher Altersversorgungen, kleinere Versicherungen und Pensionskassen und vor allem vermögende Privatanleger. Zu einem kleineren Teil handelt es sich um Zeichnungen aus dem Kreis „Friends & Famliy“.

DFPA: Sie weisen auf die besondere Attraktivität von Stiftungen als Investoren hin. Welchen Anteil stellen diese erfahrungsgemäß?

List: Stiftungen stellen zahlenmäßig eine sehr wichtige Zielgruppe dar. Attraktiv ist insbesondere die Konzeption unserer „Anleihe“, da Sie laufende Erträge und Kapitalerhalt verbindet. Anders als beim geschlossenen Fonds kann die Stiftung die erhaltenen Zinsen unmittelbar für Förderzwecke verwenden und dennoch einen nominalen oder sogar inflationsbedingten Werterhalt darstellen. Interessant ist, dass oftmals Stifter für Ihr eigenes Vermögen investieren und die Vorteile auch für „ihre“ Stiftung nutzen wollen.

DFPA: Nach welchen Kriterien treffen die geschäftsführenden Gesellschafter die Anlageentscheidungen?

List: Das Management trifft Investitionsentscheidungen auf der Grundlage der von uns ermittelten nachhaltigen Immobilienwerte. Das heißt, wir können im Markt sehr breit einkaufen, weil wir mit der Abbildung von über 500 Fonds in unserer Datenbank den relevanten Markt für geschlossene Immobilienfonds abdecken. Jeder Anleger, der verkaufen möchte und mit uns in Kontakt tritt, erhält von uns unmittelbar ein verbindliches Angebot und weiß, dass die Abwicklung schnell und professionell erfolgt. Gleichzeitig ist es unsere Zielsetzung, gezielt aber auch breit zu investieren und nach Nutzungsarten, Fondsverwaltern und Regionen zu diversifizieren. Unsere Anleger sind im Ergebnis im gewerblichen Immobilienmarkt Deutschland zu „Zweitmarktpreisen“ investiert.

DFPA: Wie entscheiden Sie über den Zusatzzins und auf welcher Grundlage habe Sie die Kappungsgrenze festgelegt?

List: Generell partizipiert der Anleger vollumfänglich an den Einnahmeüberschüssen aus erhaltenen Ausschüttungen, Zinserträgen saldierten Veräußerungsgewinnen/-verlusten aus der Liquidation, Teilliquidation oder Kündigung von Beteiligungen an Zielfonds und an den Wertsteigerungen. Das Ergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres bestimmt alleine den variablen Zins, den die Anleger für dieses Geschäftsjahr erhalten. Eine „Glättung“ seitens des Managers ist nach den Anleihebedingungen nicht möglich. Die Kappungsgrenze ist so üppig bemessen, dass unseres Erachtens kein Szenario vorstellbar ist, dass dieses überschritten wird.

DFPA: Werden Sie die Informationsveranstaltungen als Präsenzveranstaltungen oder (auch) als Webinare anbieten?

List: Darüber haben wir noch keine Entscheidung getroffen. Bei unserem jährlichen Geschäftsbericht ist uns vor allem absolute Transparenz gegenüber dem Anleger wichtig.

www.asuco.de

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