Deutsche Finance Group zeigt erstmals Marktpräsenz auf der DKM

Armin Scholz
Armin Scholz

Die Deutsche Finance Group ist 2017 zum ersten Mal mit einem Stand bei der DKM, der größten Fachmesse für die deutsche Finanz- und Versicherungsbranche, vertreten. Sie findet vom 24. bis zum 26. Oktober in den Dortmunder Westfalenhallen statt. EXXECNEWS hat Armin Scholz, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der DF Deutsche Finance Advisors GmbH, zu den Hintergründen befragt.

EXXECNEWS: Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?

Scholz: Wichtig zu erwähnen ist, dass wir mit der Deutsche Finance Advisors, unserem Finanzdienstleistungsinstitut auf der DKM präsent sind und nicht in unserer Eigenschaft als internationaler Investmentmanager. Unser Ziel ist es, in erster Linie Marktpräsenz zu zeigen und uns als innovatives und modernes Haftungsdach für den Bereich der Kapitalanlage zu präsentieren. Mit jährlich mehr als 17.000 Teilnehmern aus der der Finanz- und Versicherungswirtschaft ist die DKM  dafür eine ideale Plattform. Bei der DKM geht es uns selbstverständlich auch um Networking. Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche rund um die Themen Kapitalanlage, Rendite und Vertriebserfolg.

EXXECNEWS: Können Sie uns mehr über die Deutsche Finance Advisors sagen?

Scholz: Die Deutsche Finance Advisors ist ein durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Anlageberatung und Anlagevermittlung zugelassenes und beaufsichtigtes Finanzdienstleistungsinstitut gemäß § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG). Unser Ziel mit Deutsche Finance Advisors sind Partnerschaften zu erfolgreichen Marktteilnehmern aus der Finanz- und Versicherungsbranche, die ihren Handlungsrahmen im Kapitalanlagebereich gegenüber ihren Kunden - ohne eine eigene Zulassung nach Gewerbeordnung oder eine BaFin-Zulassung beantragen zu müssen - erweitern wollen. Als Finanzdienstleistungsinstitut und Haftungsdach bieten wir unseren Vertriebspartnern bei der Anlagevermittlung im Privatkundengeschäft eine uneingeschränkte Haftungssicherheit. Ein einmaliges und rechtssicheres Konzept garantiert unseren Partnern eine hundertprozentige Bestandssicherheit ihrer Kunden und dabei ein interessantes Vergütungs- und Vorsorgesystem.

EXXECNEWS: Warum fokussieren Sie sich mit dem Finanzdienstleistungsinstitut gerade auf die Versicherungsbranche?

Scholz: Die Deutsche Finance Group ist grundsätzlich vertrieblich diversifiziert positioniert. Die Deutsche Finance Consulting zum Beispiel ist eine Beratungs- und Vertriebsgesellschaft und verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der Kapitalanlage. Hier betreuen wir seit über 12 Jahren mehr als 275 externe Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche mit einer Zulassung als Finanzanlagevermittler.

Die Zielgruppe der Deutsche Finance Advisors ist eine andere: der Versicherungsmakler und -vermittler, der nach heutiger Rechtsprechung keine Kapitalanlagevermittlung gegenüber seinen Kunden bieten kann, aber eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit beantworten möchte: Mit welcher Anlagestrategie erhalten Privatanleger planbare und kalkulierbare Renditen? Wir bieten nicht nur die Antwort auf Ebene der Kapitalanlage, was die Rendite betrifft, sondern auch auf eine Option für eine haftungsfreie Vermittlung von innovativen Rendite-Produkten.

EXXECNEWS: Ihr Slogan auf der Messe ist „Time for Change“.  Was wollen sie damit genau sagen?

Scholz: Die Situation der Finanzdienstleistungsbranche ändert sich stetig mit den Entwicklungen in Politik, Gesellschaft und Verbraucherschutz sowie der zunehmenden Digitalisierung. Gleichzeitig erleben wir das aktuelle Niedrigzinsumfeld mit zum Teil negativen Renditen, was nicht nur für institutionelle Investoren eine besondere Herausforderung darstellt, sondern auch für den privaten Sparer. Gefragt sind Anlagealternativen und Strategien, die es ermöglichen, ausschüttungsgleiche Erträge zu erzielen. Kunden sind in der heutigen Zeit viel informierter und anspruchsvoller geworden. Sie erwarten Antworten auf ihre Fragen – speziell auch auf die Fragen bezüglich einer Renditeoption.

Mit „Time for Change“ wollen wir sagen, dass es ein sehr guter Zeitpunkt ist, sich den Herausforderungen des Marktes zu stellen, um sich zusätzlich als kompetenter Berater oder Vermittler im Bereich der Kapitalanlage zu positionieren. Mit der Deutsche Finance Advisors bieten wir eine vollumfängliche Plattform im Bereich der Kapitalanlage, um dem gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang bieten wir unseren Partnern stornofreie Vergütungssysteme als Basis für eine sichere Zukunft, eine haftungsfreie Vermittlung von innovativen Investitionsstrategien, eine Erweiterung der Fachkompetenz im Bereich der Kapitalanlage und eine Option, den Kundenstamm für erfolgreiche Empfehlungen neu zu intensivieren.

EXXECNEWS: Welche Kapitalanlageprodukte mit Ausschüttungen bieten Sie als Finanzdienstleistungsinstitut an?

Scholz: Derzeit bieten wir ein reguliertes Kapitalanlageprodukt von unserer Kapitalverwaltungsgesellschaft an, den „Deutsche Finance Private Fund 11“. Das Produkt ermöglicht Privatanlegern den Zugang zu einer Anlagestrategie, die speziell für institutionelle Investoren wie Staatsfonds, Versicherungskonzerne, Pensionskassen, Industrieunternehmen und Universitäten konzipiert worden ist und die dem breiten Markt nicht zur Verfügung steht. Bei der Investitionsstrategie steht neben der Auswahl der börsenunabhängigen Assetklasse Infrastruktur mit Chancen auf attraktive Renditen die Risikominimierung des Gesamtportfolios im Fokus. Investitionen sollen in verschiedenen Ländern, Regionen und Sektoren breit diversifiziert in den Bereichen „Ökonomische Infrastruktur“ und „Soziale Infrastruktur“ erfolgen.

Dem Anleger stehen beim „Deutsche Finance Private Fund 11“ zwei Anteilsklassen zur Verfügung. Zum einen die Anteilsklasse „Strategie Ausschüttung“ mit einer vollständigen Einzahlung der gezeichneten Kommanditeinlage und einer Ausschüttung in Höhe von fünf Prozent p.a. Die Ausschüttungen werden vierteljährlich anteilig ausgezahlt. Bei der Anteilskasse „Strategie Zuwachs“ mit Einzahlung der gezeichneten Kommanditeinlage durch anfängliche Ersteinlage und monatliche Sparraten werden die Ausschüttungsansprüche zur Verkürzung des Einzahlungszeitraums mit den ausstehenden Sparraten verrechnet.

EXXECNEWS: Sie haben vor kurzer Zeit bekanntgegeben, dass Sie ein Mandat von der WWK Versicherung erhalten haben. Können Sie uns dazu noch etwas sagen?

Scholz: Die WWK Versicherung hat uns als Assetmanager mit dem Aufbau und der Betreuung eines international ausgerichteten Immobilienportfolios mandatiert. Bei der Strukturierung und Realisierung des global ausgerichteten Mandats stehen börsenunabhängige, direkte und indirekte Immobilieninvestments mit Wertsteigerungsstrategien im Vordergrund. Grundsätzlich wird keine „Single-Asset-Strategie“ verfolgt, sondern eine breit diversifizierte Investmentstrategie. Ein wesentliches Thema bei diesem Mandat ist unser Ansatz im Assetmanagement. Dort legen wir den Schwerpunkt auf die Effizienzkurve innerhalb des Portfolios.

EXXECNEWS: Bei den derzeitigen Marktveränderungen in der Branche und der häufigen Diskussion, ob der Berater oder Vermittler noch eine Zukunft hat – wie sehen Sie das persönlich?

Scholz: In einer Studie von Oliver Wyman mit dem Titel „Versicherung 2025“ steht: Die Versicherungsindustrie wird auch 2025 ihre volkswirtschaftliche Kernfunktion erfüllen: die Absicherung von Risiken für Privatpersonen und Unternehmen. Doch die Geschäftsmodelle zur Erbringung dieser Kernfunktion müssen sich deutlich verändern. Dies gilt für alle Bereiche der traditionellen Wertschöpfungskette von Produkten und Vertrieb über Betriebs- und Schadenfunktionen bis hin zum Finanz- und Risikomanagement.

Traditionelle Vermittlermodelle sind unter den Verlierern: Verändertes Kundenverhalten und verschärfte regulatorische Vorgaben zur Vertriebsvergütung sorgen dafür, dass von den rund 245.000 traditionellen Vermittlern und Maklern im Jahr 2014 bis 2025 rund 100.000 aus dem Markt ausscheiden. Sie werden zunehmend von Direktkanälen, unabhängigen Drittvertrieben und neuen Plattformen verdrängt. Das erzielbare Provisionsvolumen nimmt um 40 bis 50 Prozent ab. Dennoch werden personale Vertriebe bei vielen Versicherern noch eine wichtige Rolle spielen – als Teil eines integrierten Omnikanalmodells mit nahtlosem Zusammenspiel von On- und Offline.

Wir als Deutsche Finance Group sind der Meinung, dass der Kunde auch weiterhin bei einer individuellen Beratung oder bei exklusiven Produkten, die im Markt nicht frei zur Verfügung stehen einen kompetenten Berater an seiner Seite benötigt. Es geht dabei auch um eine persönliche Betreuung und im Idealfall persönliche Beziehung. Deshalb werden Berater und Vermittler auch in Zukunft unverzichtbar sein.

Das Interview ist in gekürzter Form zuerst erschienen in EXXECNEWS Ausgabe 20/2017.

www.deutsche-finance-group.de

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