Report von Allianz GI ist "Weckruf für aktive Manager"

Aktive Investmentmanager müssen sich in einer Reihe erfolgskritischer Bereiche mehr anstrengen, um Anleger von ihrem Leistungsversprechen zu überzeugen. Das zeigt der Report „Staying Active: Regaining trust in active management“ („Aktiv bleiben: Wie Aktives Management Vertrauen zurückgewinnen kann”) des Vermögensverwalters Allianz Global Investors (Allianz GI). Der Report analysiert, auf welche Bereiche sich die Branche konzentrieren muss, um Anleger mit deutlichem Mehrwert zu überzeugen. Das Ergebnis: Aktive Manager sind zwar am besten in der Lage, Anleger bei der Bewältigung ihrer jeweiligen Herausforderungen zu unterstützen, das allgemeine Vertrauen in aktive Manager ist jedoch eher gering.

Weniger als ein Viertel (23 Prozent) der weltweit befragten 500 institutionellen Investoren, die ein verwaltetes Vermögen von über 15 Billionen US-Dollar repräsentieren, gab an, dass aktiv gemanagte Portfolios die Kosten wert seien. Im Gegensatz dazu sagten aber 61 Prozent, dass sie aktives Management für die beste Option bei gering korrelierten Märkten halten, und sogar 71 Prozent, dass aktive Manager am besten in der Lage sind, die Anlagechancen zu nutzen, die sich mit der digitalen Transformation bieten.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten gab an, dass Performance eine ihrer Top-3-Prioritäten bei der Auswahl sei. Die befragten Investoren präferieren auch eine weitreichende, langfristige Geschäftsbeziehung mit ihrem Investment Manager, der in der Lage ist, ihre Geschäftsziele und Herausforderungen zu verstehen (41 Prozent). Sie suchen auch nach Managern, die sich mit ihren sich verändernden Bedürfnissen weiterentwickeln (40 Prozent).

Andreas Utermann, CEO von Allianz GI, sagte dazu in London: „Dieser Report ist ein Weckruf für die aktiven Vermögensverwalter, die noch nicht sehen, wie grundlegend sich unsere Branche verändert. In dem herausfordernden Marktumfeld von heute ist aktives Management wichtiger denn je. Tatsächlich kann nur aktives Management die Art von maßgeschneiderten Lösungen liefern, um vielen der genannten Herausforderungen in Bezug auf disruptive Technologien, innovative Gebührenmodelle und ESG adäquat zu begegnen. Nur dann können sie sich in einem überfüllten und sich konsolidierenden Markt abheben und erfolgreich sein."

Der Bericht befragte die Anleger auch nach ihren wichtigsten Sorgen für 2019, wobei 80% die Marktvolatilität nannten, 79 Prozent die Geldpolitik und 75 Prozent die Inflation. Fast neun von zehn (87 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass Anleger in dem Jahrzehnt seit der Finanzkrise in Bezug auf Risikomanagement „nachlässig“ geworden seien. Hier heben sich die Aussagen von deutschen Institutionellen zum Teil deutlich ab: Nur 65 Prozent sorgen sich wegen Inflation, und nur 75 Prozent monieren Nachlässigkeit seit der Finanzkrise.

Quelle: Pressemitteilung Allianz GI

Allianz Global Investors (Allianz GI) ist eine Vermögensverwaltung des Versicherungskonzerns Allianz. Das 1998 gegründete Unternehmen mit Sitz in München beschäftigt über 730 Anlagespezialisten und verwaltet per 31. Dezember 2018 ein Vermögen von rund 505 Milliarden Euro für Privatanleger und institutionelle Investoren. (JF1)

www.allianzgi.de

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