DDV fordert schnelle Überarbeitung der Basisinformationsblätter

Die Basisinformationsblätter, die nach der europäischen PRIIPs-Verordnung seit Januar dieses Jahres den Käufern von verpackten Anlageprodukten zur Verfügung gestellt werden, sind zentrale Elemente der Anlegerinformation und Anlegeraufklärung. Umso wichtiger ist es, dass diese Basisinformationsblätter klar und verständlich sind. Leider sind die regulatorischen Vorgaben teilweise unausgereift und nicht nachvollziehbar, so merkt der Deutsche Derivate Verband (DDV) an.

Anlässlich der Beschlussfassung im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments zur PRIIPs-Verordnung appelliert der DDV an den europäischen Gesetzgeber, die Vorgaben für die Basisinformationsblätter umfassend und zügig zu überarbeiten und gravierende Unstimmigkeiten und Unklarheiten zu beseitigen. Insbesondere die gesetzlichen Vorgaben zur Berechnung der Performance-Szenarien und Kosten führen teilweise zu abwegigen Ergebnissen. Dr. Henning Bergmann, Geschäftsführer des DDV: „Wir brauchen ein Basisinformationsblatt, das die Anleger aufklärt und nicht verwirrt. Ein wesentliches Ziel der PRIIPs-Verordnung, nämlich mit mehr Produkttransparenz den Anlegerschutz zu verbessern, wird so nicht erreicht.“

Der DDV begrüße, dass auch das Europäische Parlament Defizite bei der PRIIPs-Regulierung sieht. Diese müssten nun schnell behoben werden. Die vorgesehene Verschiebung der Überprüfung („Review“) um ein Jahr dürfe auf keinen Fall dazu führen, dass die Überarbeitung auf die lange Bank geschoben wird. Leider führten die Vorschläge im Konsultationspapier der europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) allenfalls zu punktuellen Verbesserungen. Bergmann: „Der europäische Gesetzgeber, allen voran die EU-Kommission, muss der PRIIPs-Überarbeitung eine hohe Priorität einräumen. Alle Beteiligten müssen mit vollem Einsatz daran mitwirken. Der DDV steht hierfür bereit.“

Quelle: Pressemitteilung DDV

Der Deutsche Derivate Verband (DDV) ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten strukturierter Wertpapiere in Deutschland, die mehr als 90 Prozent des deutschen Zertifikatemarkts repräsentieren: Barclays, BayernLB, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank, Deka Bank, Deutsche Bank, DZ BANK, Goldman Sachs, Helaba, HSBC Trinkaus, HypoVereinsbank, LBBW, Société Générale, UBS und Vontobel. (mb1)

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