Infinus: Staatsanwaltschaft von betrügerischem Geschäftsmodell überzeugt

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat in ihrem Plädoyer im Infinus-Verfahren beantragt, fünf der sechs Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Betruges sowie gemeinschaftlichem Kapitalanlagebetrug und einen Angeklagten wegen Beihilfe zu diesen Taten zu verurteilen. Für den Hauptangeklagten hat sie eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und für die übrigen Angeklagten Freiheitsstrafen zwischen vier Jahren und zehn Monaten und sechs Jahren und zehn Monaten beantragt. Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft die Einziehung von Vermögen der Angeklagten in einer Gesamthöhe von circa 50 Millionen Euro beantragt.

Die Staatsanwaltschaft ist nach der Beweisaufnahme davon überzeugt, dass es sich bei der Geschäftstätigkeit der Infinus-Unternehmensgruppe um ein betrügerisches Geschäftsmodell gehandelt hat. Spätestens ab dem Jahr 2011 betrieben die Verantwortlichen der Fubus KG aA beziehungsweise der sogenannten Infinus-Gruppe wissentlich und willentlich ein Schneeballsystem, das heißt ein betrügerisches, auf der systematischen Täuschung der Anleger aufbauendes Geschäftsmodell. Der aufgrund der angeklagten Taten verursachte Schaden beläuft sich auf circa 150 Millionen Euro.

In der fast dreijährigen Hauptverhandlung ist die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe und das Geschäftsgebaren der Angeklagten mit großer Detailgenauigkeit festgestellt worden.

Für den Angeklagten Jörg B. beantragte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von acht Jahren, für den Angeklagten Rudolf O. eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten, für den Angeklagten Kewan K. eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten, für den Angeklagten Jens P. eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten, für den Angeklagten Siegfried B. eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten und für den Angeklagten Andreas K. (wegen Beihilfe) eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten. (JF1)

Quelle: Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Dresden

www.justiz.sachsen.de

Zurück

Recht

"Das geplante Bestellerprinzip ist falsch"

Nachdem im Jahr 2015 im Rahmen einer gesetzlichen Neuregelung der ...

GdW: Baugenehmigungen bleiben hinter Erwartungen zurück

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde von Januar bis Juni 2018 in ...



Mit der Nutzung der DFPA-Seite und Services, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weiterlesen …