Citi-Investmentbarometer: Aktienstimmung auf Rekordtief

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In der aktuellen Erhebung des Citi-Investmentbarometers fällt das Aktien-Sentiment auf ein Rekordtief von 21 Prozent Aktienoptimisten. Dieser Wert unterbietet die bisher negativsten Ergebnisse aus dem vierten Quartal 2011 (22 Prozent). Das damalige Umfragetief war von den Ereignissen rund um die US-Staatsschuldenkrise und die Angst vor der Zahlungsunfähigkeit der USA geprägt. Der aktuelle Wert von nur noch rund 21 Prozent der Befragten, die mit steigenden Aktienkursen in Europa rechnen, liegt auch nochmals deutlich unter dem Wert des bereits rückläufigen Vorquartals (drittes Quartal: über 27 Prozent).

Fast die Hälfte (49 Prozent) der Anleger vermutet eine Seitwärtsbewegung (drittes Quartal: 47 Prozent). Die Zahl derjenigen, die weiter fallende Aktienkurse erwarten, nahm um über fünf Prozent zu und liegt jetzt bei knapp 31 Prozent drittes Quartal: 25 Prozent). Auch auf langfristige Sicht hat das Sentiment für steigende Aktienkurse um etwa sieben Prozent abgenommen und liegt nun nur noch bei 43 Prozent.

Als ein weiterer Indikator für Ängste bei den Anlegern kann das Sentiment gegenüber der „Krisenwährung“ Gold angesehen werden. In der aktuellen Erhebung zum Jahresende herrscht eine starke Zunahme der Zuversicht hinsichtlich des Goldpreises. Im vierten Quartal sind fast 52 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Preis für physisches Gold innerhalb der nächsten drei Monate weiterhin steigen wird, wohingegen es in im dritten Quartal nur ungefähr 35 Prozent waren. Die Mehrheit der Befragten (über 51 Prozent; drittes Quartal 2018: 45 Prozent) sieht diesen Trend auch für die nächsten zwölf Monate anhalten. Nur noch knapp 39 Prozent rechnen innerhalb der nächsten drei Monate mit einer Stabilisierung des Preisniveaus (drittes Quartal 2018: fast 44 Prozent), die Zahl der Skeptiker hat deutlich abgenommen und liegt aktuell gerade einmal noch bei neun Prozent (drittes Quartal 2018: 21 Prozent).

Das Gesamt-Sentiment, das die Einschätzungen zu Aktien, Zinssatz, Öl sowie Gold aggregiert und Werte von minus 100 bis plus 100 Punkten einnehmen kann, liegt im vierten Quartal bei plus 25 Punkten. Der Wert verzeichnet somit einen Abstieg um zwei Punkte im Vergleich zum Wert des Vorquartals.

Dirk Heß, Co-Head EMEA Public Listed Products Sales & Distribution bei Citigroup Global Markets Europe: „Seit fast acht Jahren wird das Citi-Investmentbarometer nun erhoben und noch nie war die Stimmung der Befragten so wenig positiv gegenüber Aktien. Dass gleichzeitig das Goldsentiment so stark ins Positive gedreht hat, ist eine brisante Mischung. Anleger scheinen stürmische Zeiten an den Finanzmärkten zu erwarten.“

Für das „Citi-Investmentbarometer“ werden im dreimonatigen Turnus private und professionelle Marktteilnehmer (Vermögensverwalter, Bankberater und Produktmanager) zu ihren Markteinschätzungen hinsichtlich verschiedener Anlageklassen und Investmentprodukte befragt.

www.citigroup.com

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