Solvenzquoten: Große Unterschiede bei den großen Lebensversicherern

Das Versicherungsjournal hat die Lebensversicherer im aktuellen „Map-Report“ (Nummer 902) einer Analyse der Solvabilitätsquoten nach dem Aufsichtsregime Solvency II unterzogen („Solvabilität im Vergleich 2008 bis 2017“). Die Spannbreite der SCR-Bedeckungsquoten (mit und ohne Übergangsmaßnahmen) unter den Marktgrößen ist laut Report sehr groß  (SCR: Zielsolvenzkapital /Solvency Capital Requirement). Sie reicht etwa bei der „nackten“ Quote von 113,1 Prozent (Debeka) bis 657,2 Prozent (Nürnberger). Fast alle der zwölf größten Anbieter haben eine der für den Übergang vorgesehenen Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen.

Insgesamt verwendeten den Daten des „Map-Reports“ zufolge 55 Lebensversicherer die Volatilitätsanpassung, 55 Lebensversicherer die Übergangsmaßnahmen für versicherungstechnische Rückstellungen und ein Lebensversicherer die Übergangsmaßnahme für risikofreie Zinssätze.

Deutlich über dem Branchenschnitt von 227 (2016: 196) Prozent liegen mit jeweils um die 500 Prozent die Aachenmünchener Lebensversicherung und die Cosmos Lebensversicherung. Für den Marktführer, die Allianz Lebensversicherung, wird eine Quote von 317 Prozent ausgewiesen.

Bei allen 15 Branchengrößen fiel die SCR-Quote höher aus als im Vorjahr – und dies zum Teil sogar sehr deutlich. So gab es bei der Nürnberger eine Verdreifachung und jeweils in etwa eine Verdoppelung beim HDI, bei der SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung sowie bei der Württembergischen Lebensversicherung.

Mit Volatilitätsanpassung, die unter den Marktgrößen nur die Alte Leipziger Lebensversicherung, die Ergo Lebensversicherung, die Nürnberger und die R+V Lebensversicherung nicht genutzt haben, liegen die Quoten zwischen 657 Prozent (Aachenmünchener) und 113 Prozent (Debeka). Der Branchenschnitt wird mit 265 (2016: 198) Prozent angegeben.

Bis auf die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung (mit einem Minus von rund zwei Prozent) ging es für alle Marktgrößen aufwärts im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerungsraten bewegten sich zwischen jeweils rund drei Viertel beim Debeka Lebensversicherungs-Verein, der SV Leben sowie dem HDI und sechs Prozent bei der Allianz.

Das Rückstellungs-Transitional nahm knapp die Hälfte der Marktgrößen in Anspruch. Die Nürnberger kommt auf den höchsten Wert (knapp 761 Prozent), gefolgt von der Bayern-Versicherung Lebensversicherung (652 Prozent), der SV Leben (531 Prozent), der Ergo (fast 398 Prozent) und der Württembergischen (390 Prozent). Unter dem Marktdurchschnitt von knapp 341 (2016: 340,5) Prozent liegen die Debeka (310 Prozent) und der HDI (knapp 187 Prozent). Alle Anbieter verbesserten sich.

Der „Map-Report“ enthält Übersichten zu den Bedeckungsquoten von 83 Lebens- und 36 privaten Krankenversicherern.

Quelle: Pressemitteilung Versicherungsjournal

Das Versicherungsjournal ist ein Informationsdienst für die Versicherungsbranche. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2000. Das Versicherungsjournal hatte den „Map-Report“ Ende 2014 übernommen. (mb1)

www.versicherungsjournal.de

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