Heterogene Preisentwicklung bei Immobilien im Norden und Osten

Der Immobilienmarkt in Nord- und Ostdeutschland zeigt sich uneinheitlich – insbesondere bei Eigentumswohnungen. So zahlen Käufer in Dresden im Schnitt weniger für die eigene Wohnung als noch im Vorquartal, während die Medianpreise in Berlin und Hamburg neue Rekorde erreichen. So wechselte in Hamburg die teuerste Wohnung für 15.982 Euro pro Quadratmeter den Besitzer – rund 10.000 Euro pro Quadratmeter mehr als in Hannover als Maximalpreis gezahlt wird. Das geht aus dem Trendindikator Immobilienpreise (DTI) „Region Nord/Ost 1. Quartal 2019“ des Immobiliendienstleisters Dr. Klein hervor.

„Teuer, aber nicht so extrem wie in anderen Metropolregionen“, so schätzt Rainer Wilke, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hannover, die Immobiliensituation in Niedersachsens Landeshauptstadt ein. Im Vergleich zu Hamburg, Berlin und auch Dresden seien die durchschnittlich gezahlten Preise mit 2.401 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen und 2.101 Euro pro Quadratmeter für das eigene Haus in Hannover vergleichsweise moderat. Für die teuerste Wohnung zahlen Käufer in Hannover 5.926 Euro pro Quadratmeter und damit über 5.000 Euro pro Quadratmeter weniger als in der Hauptstadt und sogar rund 10.000 Euro pro Quadratmeter weniger als in der Hansestadt. Der Indexwert für die tatsächliche Preisentwicklung knackt zwar die 200er-Marke bei Eigentumswohnungen – ein Plus von 1,23 Prozent im Vergleich zum Vorquartal – und klettert auf 153,23 bei Eigenheimen (plus 1,88 Prozent). Aber Wilke beruhigt: „Ich erwarte keine massive Steigerung bei den Hannoveraner Preisen mehr.“

Bei den Wohnungspreisen verzeichnet Hamburg neue Spitzenwerte: Das teuerste Appartement wechselt für 15.982 Euro pro Quadratmeter den Besitzer und auch der durchschnittlich gezahlte Preis ist mit 4.126 Euro pro Quadratmeter so hoch wie noch nie. Der Indexwert, der die tatsächliche Preisentwicklung anzeigt und Parameter wie Lage und Alter der Wohnung berücksichtigt, verharrt allerdings mit 194 annährend auf dem Niveau des Vorquartals (plus 0,36 Prozent). Bei Häusern steigt der Index im Vorquartalsvergleich um knapp zwei Prozent. Im Schnitt geben Hamburger 2.740 Euro pro Quadratmeter für ihr Eigenheim aus und damit nur wenig mehr als Ende des Jahres 2018.

In Berlin sind die Indizes im Vergleich zum Vorjahr um über elf Prozent gestiegen. Mit Werten von 183,31 für Häuser und 225,51 für Wohnungen liegt die Bundeshauptstadt klar vor Dresden, Hannover und auch Hamburg. Besonders ausgeprägt ist zudem die Preisspanne für Immobilien in Berlin: Für Eigentumswohnungen werden zwischen 714 Euro pro Quadratmeter und 10.137 Euro pro Quadratmeter gezahlt – bei liegen die Preise zwischen 52 Euro pro Quadratmeter und 11.000 Euro pro Quadratmeter. Erstmals geben Berliner im Schnitt mehr als 4.000 Euro pro Quadratmeter für eine eigene Wohnung aus.

Währenddessen sinkt der Indexwert für Eigentumswohnungen in Dresden um 1,02 Prozent auf 165,3 und auch der Medianpreis geht runter auf 2.586 Euro pro Quadratmeter. Damit zahlen Wohnungskäufer in der sächsischen Hauptstadt etwa 30 Euro pro Quadratmeter weniger als im vierten Quartal 2018. Bei Eigenheimen hingegen erhöht sich der Medianpreis um rund 30 Euro pro Quadratmeter auf 2.445 Euro pro Quadratmeter. Ebenso steigt der Indexwert für Häuser um 1,71 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr fallen diese quartalsweisen Schwankungen allerdings gering aus: Die Indexwerte legten im Verhältnis zum ersten Quartal 2018 um zwölf Prozent bei Wohnungen und acht Prozent bei Häusern zu.

Quelle: Pressemitteilung Dr. Klein

Die Dr. Klein Privatkunden AG mit Sitz in Lübeck ist ein unabhängiger Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen. Über das Internet und in mehr als 200 Filialen beraten rund 550 Spezialisten. Dr. Klein ist eine hundertprozentige Tochter des an der Frankfurter Börse gelisteten internetbasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG. (JF1)

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