Julius Bär: Exporte stützen China

China verzeichnet weiter ein Exportwachstum, berichtet das Bankhaus Julius Bär in einem Marktkommentar. Im Monat Dezember 2017 lag das Exportwachstum gegenüber dem Vorjahr bei 10,9 Prozent. Während die Exporte weiter anstiegen, habe sich das Wachstum der Importe abgeschwächt.

Susan Joho, Volkswirt bei, Julius Bär, sagt. „Dies bestätigt, dass die weltweite Nachfrage nach chinesischen Gütern weiterhin auf einem soliden Niveau liegt. Dieser Trend sollte sich in den nächsten Monaten fortsetzen. Damit dürften die Exporte eine der Wachstumsstützen der chinesischen Wirtschaft im ersten Halbjahr 2018 bleiben.“

Das Wachstum der Importe hat sich auf 4,5 Prozent abgeschwächt, teilt Julius Bär mit. Dies könne ein Anzeichen dafür sein, dass die laufenden Reformen die Binnennachfrage drosseln, und das Durchgreifen der Behörden beim Thema Umweltschutz und die Bemühungen, die Verschuldung unter Kontrolle zu bringen, zu einer Belastung für einen Teil der Wirtschaft werden. Dennoch dürfte das Gesamtwachstum der Wirtschaft im vierten Quartal 2017 robust geblieben sein, schätzt Joho.

Zur Entwicklung des Edelmetalls Platin schreibt Carsten Menke, Commodities Research Analyst bei Julius Bär: “Nachdem Platin im vergangenen Jahr noch ein Nachzügler war, führt es die globalen Rohstoffmärkte im Jahr 2017 mit einem Kursanstieg von sieben Prozent an. Platin profitiert dabei neben dem schwachen Dollar, der sich unterstützend auf die gesamten Rohstoffpreise ausgewirkt hat, insbesondere vom saisonalen Rückenwind. Zwar hat der Kurs unser kurzfristiges Ziel erreicht; wir gehen aber dennoch von einem weiteren Anstieg aus. Die Positionen in Futures-Märkten sind nach wie vor bearish und lassen somit Eindeckungen von Leerpositionen erwarten.“

Der Markt leide unter der schwachen Nachfrage nach Katalysatoren im Zuge des Diesel-Skandals, schreibt Julius Bär. Der Anteil von Dieselfahrzeugen sei in den fünf größten Ländern Europas (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien) im vergangenen Jahr um mehr als fünf Prozentpunkte auf etwas über 45 Prozent gefallen. Der Verkauf von Dieselfahrzeugen sank entsprechend um 8,4 Prozent, berichtet Menke.

„Wir erwarten keine Erholung bei den Verkaufszahlen. Die Anstrengungen der Hersteller die Emissionswerte zu reduzieren und den Absatz der Fahrzeuge mit neuester Technologie anzukurbeln, dürften die Sorgen der Verbraucher hinsichtlich drohender Fahrverbote und sinkender Wiederverkaufswerte kaum lindern. Auch die Katalysator-Nachfrage für schwere Lkw dürfte sich abschwächen, nachdem die Verkäufe in China im vergangenen Jahr aufgrund verschärfter Beladungsvorschriften angezogen waren. Insgesamt gehen wir daher davon aus, dass das Platinangebot im Markt ausreichend bleiben wird beziehungsweise ein geringes Überangebot zu erwarten ist. Der Preis könnte zwar auf über US-Dollar 1.000 Dollar pro Feinunze ansteigen. Dieses Niveau dürfte aber nicht nachhaltig sein, es sei denn, es kommt zu einer unerwarteten Abschwächung des US Dollar.“

Quelle: Marktkommentar Julius Bär

Die Julius Bär-Gruppe mit Hauptsitz in Zürich ist eine Schweizer Privatbank. Ende Juni 2017 verwalteter Julius Bär Vermögen von 354,7 Milliarden Schweizer Franken (313 Milliarden Euro). Die Julius Bär-Gruppe beschäftigt rund 6.200 Mitarbeiter, davon mehr rund 1.400 Kundenberater, und ist in über 25 Ländern und an rund 50 Standorten präsent. (TS1)

www.juliusbaer.de

Zurück

Wirtschaft, Märkte, Studien

RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für ...

CBRE Marketflash: Asiatische Investoren haben in den USA mit höheren Kosten zu kämpfen

Steigende US-Zinsen und ein unsicherer Ausblick für den Dollar haben die ...



Mit der Nutzung der DFPA-Seite und Services, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weiterlesen …