Lasalle-Studie: Frankreich und Großbritannien hochtransparent bei der Nachhaltigkeit

Seit 2012 veröffentlichen der Immobiliendienstleister JLL und die Investmentgesellschaft Lasalle in einer gemeinsamen Studie den „Global Real Estate Transparency Index“. Der Index misst die Transparenz im Bereich Nachhaltigkeitsanforderungen für den Immobiliensektor und umfasst 37 Länder.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich dem „Global Real Estate Transparency Index“ zufolge Anzahl und Reichweite von Gesetzen und Regelungen zur Nachhaltigkeit erhöht und die Immobilienwirtschaft damit direkt beeinflusst. Das führe dazu, das Nachhaltigkeit ein entscheidender Faktor bei der Werterhaltung von Investitionen sei. Auf globaler Ebene wurde das Pariser Klimaabkommen im Dezember 2015 verabschiedet. In der Folge wurde begonnen, die ratifizierten Verpflichtungen über öffentliche Maßnahmen umzusetzen. Die Gebäudezertifizierungssysteme in den entwickelten Ländern stelle einen ersten Schritt dar. Australien versucht, die Performancelücke durch die NABERS-Ratings (National Australian Built Environment Rating System) zu schließen. Diese Ratings basieren auf den Umweltleistungen von Bestandsgebäuden im operativen Betrieb. Im Raum Asien-Pazifik setze Australien Standards durch effiziente Zusammenarbeit von Lokalverwaltungen und Branchenverbänden. China hat die Verbesserung der Umwelt zur nationalen Priorität erklärt, doch Chinas Schwerpunkt liege eher auf dem produzierenden Gewerbe sowie auf Verkehr und Transport als auf der Immobilienwirtschaft. In anderen asiatischen Märkten (Singapur, Hongkong und Japan) haben die jeweiligen Regierungen Energiereduktionsziele festgelegt, die auch für die Immobilienbranche gelten. Um diese Ziele zu erreichen, wurden zunächst freiwillige Initiativen ins Leben gerufen und später zusätzlich verpflichtende Anforderungen eingeführt. Japan hat sich in der Vergangenheit auf freiwillige Maßnahmen verlassen, bewegt sich aber in Richtung Einführung verpflichtender Anforderungen. Japan erreichte 2016 die Gruppe der „hochtransparenten“ Länder. Allerdings zeigten die Erfahrungen Lasalle, dass Japan noch einen langen Weg vor sich hat, bis diese Werkzeuge im täglichen Leben von Immobilieninvestoren und Nutzern Fuß fassen, da Japan trotz seines reifen Immobilienmarktes und seiner langen Tradition Gebäude widerstandsfähig gegenüber Naturkatastrophen zu machen, im Bereich Nachhaltigkeit hinterherhinken würde.

Die meisten der weiteren Investmentmärkte, in denen Lasalle aktiv ist, fallen in die Kategorie „transparent“. In dieser Gruppe sind die meisten Nachhaltigkeitsinstrumente mehr oder weniger weit verbreitet.

Weitere „hochtransparente“ Länder in Bezug ihre Nachhaltigkeit sind Frankreich und Großbritannien. Frankreich ist das einzige Land, das für die Transformation der Immobilienwirtschaft in eine Branche mit geringer CO2-Bilanz über die nächsten zehn Jahre einen konsequenten Rahmen bietet. Zudem wurde die Einführung einer obligatorischen Berichterstattung zur CO2-Bilanz für institutionelle Investoren eingeführt. Ferner sei Frankreich das einzige Land der Welt, das „grüne“ Mietvertragsklauseln verbindlich vorschreibt.

Quelle: Pressemitteilung Lasalle Investment Management

Lasalle Investment Management ist eine Tochtergesellschaft von Jones Lang Lasalle und als Investment-Management-Unternehmen im Immobilienbereich tätig. (TS1)

www.lasalle.com

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