Marktkommentar: "Der Oktober 2018 markiert mögliche Wende an den Finanzmärkten"

Nach Ansicht von Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch, war der Monat Oktober in vielerlei Hinsicht historisch und sichert sich seinen Platz als möglichen Wendepunkt in der jüngeren Wirtschafts- und Kapitalmarktgeschichte.

„Während die internationalen Aktienbörsen seit Jahresbeginn in stürmischen Gewässern sind, gerierten sich US-Börsen aufgrund von Sondereffekten als Fels in der Brandung - das ist vorbei“, erklärt Böckelmann. Es habe sich im Oktober gezeigt, dass auch US-amerikanische Unternehmen nicht gegen sich global ausdehnende Handelsstreitigkeiten immun seien. Diese hätten aufgrund der Zölle mit steigenden Produktionskosten zu kämpfen, was sich an der US-Börse niederschlage.

Der Oktober sei aus US-Sicht der schlechteste Börsenmonat seit Ausbruch der Eurokrise im Jahr 2011 gewesen. Auch wenn die nicht-amerikanischen Aktienmärkte daraufhin noch weiter nachgegeben hätten, müsse betont werden, dass weder die bisherigen Zinssteigerungen noch die bislang verhängten Zölle an sich eine unmittelbare Gefahr für die Weltwirtschaft darstellten. „Es ist vielmehr die Gemütslage aller Marktteilnehmer in Finanz- wie Realwirtschaft, die zu einer Bedrohung werden kann“, so Böckelmann.

Dabei sei das politische Gebaren nicht hilfreich. Neben einer zunehmend aggressiv geführten Handelspolitik würden der bevorstehende Brexit und das Italien-Chaos zunehmend das Vertrauen der Realwirtschaft belasten: So seien Unternehmer mit der Gefahr stillstehender Fließbänder in Großbritannien konfrontiert, während Italiens Führung prinzipiell das EU-Regelwerk in Frage stelle. Dass wichtige Investitionen in einem Umfeld sich ändernder Rahmenbedingungen auf Eis liegen, sei rational.

„Ausgehend von dem Vertrauensverlust in die Politik, erfährt die Weltwirtschaft eine deutliche Wachstumsdelle“, konstatiert Böckelmann. Es sei schwer zu beurteilen, ob sich diese noch weiter verschärfe oder es bei dieser Korrektur bleibe. Fakt sei jedoch, dass aus Anlegersicht wieder zahlreiche Aktien als attraktiv bewertet erschienen in einer Kapitalmarktwelt, in der Zinsprodukte als Kapitalanlage weiterhin völlig ungeeignet seien.

Quelle: Pressemitteilung Vermögensmanagement Euroswitch

Die Vermögensmanagement Euroswitch! GmbH wurde 1992 als Pionier bankenunabhängiger und fondsbasierter Vermögensverwaltung in Frankfurt am Main gegründet. Als Multi-Strategie-Haus und ETF-Investment-Stratege verwaltet das Unternehmen in vier Dachfonds und etwa 150 Einzelmandaten gut 130 Millionen Euro für Mandanten. (TH1)

www.euroswitch.de

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