Vermögensverwalter GAM: "Europäische Aktien auf Aufholjagd"

Das Plus des „MSCI Europe ex UK Index (EUR)“ betrug im vergangenen Jahr zwölf Prozent. Berücksichtigt man, dass börsennotierte europäische Unternehmen fast die Hälfte ihrer Umsätze außerhalb von Europa erwirtschaften, liegt die tatsächliche Performance nach Angaben des Vermögensverwalters GAM noch höher: Auf US-Dollar-Basis erzielte derselbe Index in 2017 eine Gesamtrendite von 28 Prozent. „Und das Ende der Fahnenstange im aktuellen Konjunkturzyklus ist noch nicht erreicht. Für europäische Aktien besteht noch Luft nach oben“, sagt Niall Gallagher, Investment Director bei GAM.

Ein Blick auf vergangene Zyklen zeige, dass europäische Aktien aktuell keineswegs übermäßig hoch notierten: „Seit dem Tiefpunkt des Marktes im Jahr 2009 erzielten US-Aktien doppelt so hohe Erträge wie ihre europäischen Konkurrenten. In ähnlicher Weise liegen die Gewinne europäischer Unternehmen immer noch um mehr als 30 Prozent unter ihren Höchstwerten von 2007, während die US-Gewinne diesen Höchststand bereits im Jahr 2011 übertrafen und zum jetzigen Zeitpunkt fast 40 Prozent über dem Hoch von 2007 notieren“, erläutert Gallagher.

Darüber hinaus betrug die Gesamtrendite des „MSCI Europe Index“ vom Höhepunkt des Aktienmarktes im Oktober 2007 bis Ende 2017 weniger als 20 Prozent. „Dies entspricht einer annualisierten Rendite von unter zwei Prozent pro Jahr. Im gleichen Zeitraum lag die Gesamtrendite des S&P 500 über 110 Prozent - also einer annualisierten Rendite von knapp acht Prozent jährlich.“

Die Bewertungen am europäischen Aktienmarkt seien zwar nicht mehr so günstig wie während der Krisenjahre der Eurozone von 2012 bis 2013, als der „MSCI Europe Index“ bezogen auf die erwarteten Gewinne ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 15 aufwies. Die Ertragskraft der europäischen Aktienmärkte sei jedoch im Vergleich zu den historischen Niveaus noch immer verringert. „Deshalb halten wir es angesichts des Wirtschaftswachstums und der steigenden Gewinne für sinnvoller, den europäischen Aktienmarkt auf der Basis normalisierter Gewinne zu betrachten. Demnach sind europäische Aktien immer noch moderat bewertet und im Vergleich zur Vergangenheit keineswegs teuer. Die Aufholjagd könnte entsprechend noch eine ganze Weile andauern“, so Gallagher.

Quelle: Pressemitteilung GAM

Die GAM Holding AG ist ein börsennotierter Asset Manager mit Sitz in Zürich. Er ist 2009 durch die Ausgliederung des Asset Managements der Julius Bär-Gruppe entstanden. GAM bietet Anlagelösungen für Institutionen, Finanzintermediäre und Privatkunden an. Die Unternehmensgruppe beschäftigt über 900 Mitarbeiter in 13 Ländern und verwaltet ein Vermögen in Höhe von 148,4 Milliarden Schweizer Franken. (Stand: 30. September 2017) (TH1)

www.gam.com

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