Die Deutsche Bank hat ihr Geschäft mit nachhaltigen und Transformationsfinanzierungen im zweiten Quartal 2026 deutlich ausgeweitet. Mit einem Volumen von 31 Milliarden Euro verzeichnete das Institut das stärkste Quartal seit Ende 2021.
Im zweiten Quartal 2026 stieg damit das Volumen nachhaltiger und auf die Transformation zur Klimaneutralität ausgerichteter Finanzierungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent. Im ersten Halbjahr summierte sich das Volumen auf 52 Milliarden Euro, ein Plus von 18 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2025.
Seit dem Start ihrer Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2020 hat die Deutsche Bank nach eigenen Angaben damit insgesamt 523 Milliarden Euro an nachhaltigen Finanzierungen, ESG-Investments und Transformationsfinanzierungen ermöglicht. Bis Ende 2030 sollen es 900 Milliarden Euro werden.
Nach Angaben des Instituts setzte sich damit die Erholung des nachhaltigen Finanzierungsgeschäfts fort, nachdem bereits 2025 eine wieder anziehende Kundennachfrage zu höheren Volumina geführt hatte. Nachhaltigkeitsvorstand Jörg Eigendorf verwies auf das anhaltende Engagement der Kunden für ihre langfristige Transformation hin zu einer emissionsärmeren Wirtschaft. Zugleich berichtete er von einer deutlichen Erholung der verwalteten ESG-Vermögen sowie von starken Mittelzuflüssen.
Den größten Beitrag zum nachhaltigen Finanzierungsgeschäft leistete im ersten Halbjahr die Investmentbank mit einem Volumen von 36,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich die Privatkundensparte, deren nachhaltige Finanzierungen um 71 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zunahmen. Dagegen verringerte sich das Volumen im Firmenkundengeschäft um 43 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.
Ende 2025 hatte die Deutsche Bank ihre Nachhaltigkeitsstrategie erweitert. Neben einem neuen Rahmenwerk für Transformationsfinanzierungen rückte das Institut insbesondere Finanzierungen für schwer dekarbonisierbare Branchen stärker in den Fokus und erhöhte zugleich sein Nachhaltigkeitsziel auf insgesamt 900 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030. (DFPA/abg)
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