Der Vermögensverwalter DWS hat im ersten Halbjahr 2026 von einer starken Kundennachfrage und steigenden Märkten profitiert. Das Unternehmen verzeichnete Rekordzuflüsse, ein deutlich höheres verwaltetes Vermögen und das bislang beste Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte.
Die Tochter der Deutschen Bank steigerte die Nettomittelzuflüsse im ersten Halbjahr auf insgesamt 35,8 Milliarden Euro. Davon entfielen 18,2 Milliarden Euro auf langfristig verwaltete Vermögen ohne Cash-Produkte und Beratungsmandate. Allein im zweiten Quartal flossen dem Asset Manager insgesamt 24,8 Milliarden Euro zu.
Das verwaltete Vermögen (Assets under Management, AuM) erreichte zum Ende des zweiten Quartals mit 1,19 Billionen Euro einen neuen Höchststand. Das langfristig verwaltete Vermögen stieg im Quartalsvergleich um 82 Milliarden Euro auf 1,049 Billionen Euro. Treiber waren neben Nettomittelzuflüssen auch positive Marktentwicklungen und Wechselkurseffekte.
Besonders gefragt waren passive Anlageprodukte einschließlich der ETF-Marke Xtrackers. Auch der Bereich Active Equity verzeichnete die höchsten Zuflüsse seit dem ersten Quartal 2020. Insgesamt entwickelte sich das Geschäft mit aktiven Strategien uneinheitlich: Während Active Equity und systematische Strategien Mittelzuflüsse verbuchten, kam es bei aktiven Anleiheprodukten zu Abflüssen.
Auch finanziell konnte die DWS zulegen. Die Erträge stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich um 16 Prozent auf 682 Millionen Euro, das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis legte um 21 Prozent auf 501 Millionen Euro zu. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich im Halbjahresvergleich von 60,7 auf 57,2 Prozent.
Im zweiten Quartal fiel das Ergebnis allerdings schwächer aus als im Auftaktquartal. Der Vorsteuergewinn sank um 19 Prozent auf 305 Millionen Euro, das Konzernergebnis ging um zehn Prozent auf 237 Millionen Euro zurück. Grund war unter anderem ein erwarteter Rückgang bei Performance- und Transaktionsgebühren, nachdem im ersten Quartal eine größere Infrastruktur-Performancegebühr verbucht worden war.
Die Kosten blieben im ersten Halbjahr trotz des Wachstums stabil bei 912 Millionen Euro. Im zweiten Quartal stiegen die Aufwendungen jedoch um fünf Prozent auf 468 Millionen Euro, vor allem wegen höherer wachstumsbedingter Dienstleistungskosten.
Neben der Geschäftsentwicklung stellte die DWS weitere strategische Weichen. Das Unternehmen ordnete Verantwortlichkeiten im Management neu und will damit die internationale Ausrichtung sowie die Betreuung institutioneller Kunden stärken. Zudem erhielt die DWS gemeinsam mit Partnern den Auftrag des Bundes sowie der Länder Hessen und Baden-Württemberg, einen indexbasierten Fonds für Pensionsrücklagen aufzulegen. Das angestrebte Volumen liegt zwischen drei und sechs Milliarden Euro.
Für das Gesamtjahr bestätigte die DWS ihre Prognose unter der Voraussetzung eines weiterhin unterstützenden Marktumfelds. (DFPA/abg)
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Die DWS Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main. Das börsennotierte Unternehmen befindet sich im Mehrheitsbesitz der Deutschen Bank. Die rund 5.000 Mitarbeitenden verwalten ein Vermögen von 1.093 Milliarden Euro (Quelle: DWS; Stand: 31. März 2026).