EIB verschärft Klimakriterien für Investitionen
Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat ihren Rahmen für klimafreundliche Investitionen überarbeitet und strengere Vorgaben für die Finanzierung von Projekten eingeführt. Mit der neuen Version des „Paris Alignment Framework“ will die Förderbank sicherstellen, dass ihre Aktivitäten stärker mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens in Einklang stehen.
Kern des aktualisierten Regelwerks ist eine detaillierte Positiv- und Negativliste für Investitionen in zentralen Wirtschaftssektoren wie Energie, Verkehr, Industrie und Gebäude. Projekte werden danach bewertet, ob sie zur Reduktion von Treibhausgasen beitragen oder den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft behindern.
So unterstützt die EIB künftig nur noch Energieprojekte, deren Emissionen im Schnitt unter festgelegten Grenzwerten liegen. Gleichzeitig sind Investitionen in fossile Energieträger wie Kohle, Öl und große Teile der Gasinfrastruktur grundsätzlich ausgeschlossen. Auch in der Industrie und im Verkehr gelten strengere Maßstäbe, etwa durch die Bevorzugung emissionsfreier Technologien und energieeffizienter Lösungen.
Neben der Auswahl einzelner Projekte regelt das Papier auch, wie verschiedene Finanzierungsinstrumente – etwa Kredite, Fonds oder Beratungsleistungen – an den Klimazielen ausgerichtet werden. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen möglich, etwa bei übergeordnetem öffentlichen Interesse.
Mit dem neuen Rahmenwerk konkretisiert die EIB ihre Rolle als „Klimabank“ der EU und verschärft ihre Anforderungen an nachhaltige Investitionen deutlich. Ziel ist es, öffentliche und private Mittel gezielt in klimafreundliche Projekte zu lenken und langfristige Emissionssenkungen zu erreichen. DFPA/abg)
Das vollständige Framework finden Sie zum Download hier.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt Mittel für solide Investitionen, die den Zielen der EU dienen. Ihre Schwerpunkte sind Klima und Umwelt, Entwicklung, Innovation und Wissen, kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastruktur und Kohäsion. Die EIB arbeitet eng mit anderen EU-Einrichtungen zusammen, um die europäische Integration voranzubringen, die Union weiterzuentwickeln und die EU-Ziele in über 140 Ländern weltweit zu fördern.