Die Europäische Kommission hat eine Investition von 430 Millionen Euro in den Bau der ersten Pumpspeicher-Wasserkraftanlage Vietnams angekündigt. Das Projekt „Bac Ai“ soll die Stabilität des vietnamesischen Stromnetzes erhöhen und den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen.
Die Finanzierung ist Teil der Just Energy Transition Partnership (JETP), die von der EU und dem Vereinigten Königreich gemeinsam geführt wird. Beteiligt sind neben der Europäischen Union auch die Europäische Investitionsbank sowie die Entwicklungsbanken Frankreichs, Deutschlands und Italiens.
EU-Energiekommissar Jozef Síkela bezeichnete das Vorhaben als „Eckpfeiler europäischer Unterstützung für Vietnams Übergang zu einer grüneren und widerstandsfähigeren Energiezukunft“. Mit der Investition setze Europa ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Global-Gateway-Initiative konkrete Ergebnisse für „Menschen, Planet und gemeinsame Prosperität“ liefere, so Síkela.
Vietnam deckt derzeit rund 80 Prozent seines Energiebedarfs aus fossilen Quellen. Mit dem neuen Pumpspeicherwerk soll die Integration von Solar- und Windenergie erleichtert und die Stromversorgung langfristig stabilisiert werden. (DFPA/abg)
Die Europäische Wasserstoffbank ist ein Finanzierungsinstrument, das intern von Kommissionsdienststellen verwaltet wird. Es ist nicht als physische Institution konzipiert. Das Hauptziel besteht darin, private Investitionen in Wasserstoff-Wertschöpfungsketten sowohl im Inland als auch in Drittländern zu ermöglichen. Es soll einen ersten Markt für erneuerbaren Wasserstoff schaffen, der neue Wachstumschancen und Arbeitsplätze bietet. Darüber hinaus sollen grüne Wasserstoffpartnerschaften die Förderung des Imports von erneuerbarem Wasserstoff aus Drittländern erleichtern und dazu beitragen, Anreize für die Dekarbonisierung zu schaffen.