Der Immobilien- und Professional-Services-Konzern Colliers hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Wachstumstreiber waren neben einer Erholung der Gewerbeimmobilienmärkte insbesondere das Ingenieurgeschäft sowie das Investment-Management.
Im zweiten Quartal erhöhte Colliers den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 1,57 Milliarden US-Dollar. Der Nettoumsatz stieg ebenfalls um 17 Prozent auf 1,39 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) legte um 14 Prozent auf 205,3 Millionen US-Dollar zu. Das organische Umsatzwachstum belief sich auf acht Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um sechs Prozent auf 1,83 Milliarden US-Dollar.
Das operative Ergebnis nach Rechnungslegungsvorschriften (GAAP) ging mit 98,4 Millionen US-Dollar leicht gegenüber dem Vorjahreswert von 99,2 Millionen US-Dollar zurück. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch höhere Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme des spanischen Ingenieurunternehmens Ayesa. Der verwässerte Gewinn je Aktie nach GAAP verbesserte sich dennoch von 0,08 auf 0,56 US-Dollar.
Im ersten Halbjahr erzielte Colliers einen Umsatz von 2,89 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 16 Prozent. Der Nettoumsatz stieg ebenfalls um 16 Prozent auf 2,54 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich um elf Prozent auf 330,1 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte auf 2,74 US-Dollar nach 2,59 US-Dollar im Vorjahreszeitraum zu.
Nach Unternehmensangaben stammen inzwischen rund 70 Prozent des Ergebnisses aus konjunkturunabhängigeren Geschäftsbereichen. Der freie Cashflow belief sich auf 365,6 Millionen US-Dollar und entsprach 106 Prozent des bereinigten Nettogewinns.
Vorstandschef Jay Hennick verwies auf zweistellige Wachstumsraten in allen drei Geschäftsbereichen. Besonders das Engineering-Geschäft habe durch die Übernahme von Ayesa erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Akquisition erweitere die Kompetenzen des Konzerns unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Verkehr, Wasserwirtschaft sowie Gebäudeplanung. Auch das Investment-Management entwickle sich dynamisch. Mit der Tochter Harrison Street verfüge Colliers inzwischen über eine global diversifizierte Plattform für Immobilien-, Infrastruktur-, Kredit- und Private-Wealth-Investments. Insgesamt profitiere das Unternehmen von einer Erholung der Gewerbeimmobilienmärkte und seiner breiten Aufstellung über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien und Infrastrukturprojekten hinweg. (DFPA/abg)
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