Die Stimmung unter den gewerblichen Immobilienfinanzierern hellt sich im dritten Quartal 2025 spürbar auf. Wie aus dem aktuellen BF.Quartalsbarometer hervorgeht, stieg der Stimmungsindex von -9,58 Punkten im zweiten Quartal auf nun -7,04 Punkte – der höchste Wert seit Anfang 2022.
Zwar bleibt der Indikator im negativen Bereich, die Branche zeigt sich jedoch verhalten optimistisch. Hauptgrund sind verbesserte Refinanzierungsbedingungen: Knapp 70 Prozent der befragten Institute berichteten von stabilen Liquiditätskosten, während im Vorquartal nur gut 40 Prozent diesen Eindruck teilten. Zudem nahmen die Refinanzierungsaufschläge deutlich ab. Rund die Hälfte der Finanzierungsexperten meldete zudem steigendes Neugeschäft, insbesondere bei Kreditvolumina über 10 Millionen Euro.
Auch bei den finanzierten Nutzungsarten zeigt sich eine stabile Nachfrage. Wohnimmobilien bleiben Spitzenreiter, doch auch Büro- und Logistikobjekte sind weiterhin gefragt. „Von einem Abgesang auf die Assetklasse Büro kann keine Rede sein“, sagte Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG. Parallel sanken die Finanzierungsmargen für Bestandsobjekte und Projektentwicklungen deutlich – ein Hinweis auf wachsenden Wettbewerb und sinkende Risiken.
Für zusätzliche Dynamik sorgt die Rückkehr angelsächsischer Investoren, deren Engagement die Mehrheit der Befragten als Chance für die Marktstabilität bewertet. Das BF.Quartalsbarometer wird vierteljährlich unter rund 110 Finanzierungsexperten erstellt und gilt als wichtiger Indikator für das Geschäftsklima in der Branche. (DFPA/abg)
Die Stuttgarter BF.direkt AG ist unabhängiger Spezialist für die Finanzierung wohnwirtschaftlicher und gewerblicher Immobilienprojekte. Die gesamte BF Gruppe hat seit ihrem Bestehen über 20 Milliarden Euro Kreditvolumen arrangiert.