J.P. Morgan Asset Management ersetzt Proxy-Berater durch KI-Tool
Der Vermögensverwalter J.P. Morgan Asset Management stellt die Nutzung externer Proxy-Beratungsfirmen ein und setzt künftig auf ein intern entwickeltes KI-System zur Analyse und Aggregation von Aktionärsdaten.
J.P. Morgan Asset Management streicht die Zusammenarbeit mit externen Proxy-Advisern wie Institutional Shareholder Services (ISS) und Glass, Lewis & Co. und nutzt stattdessen eine interne künstliche Intelligenz namens „Proxy IQ“, um Daten aus Hauptversammlungen zu sammeln und auszuwerten. Der rund 4,6 Billionen Dollar verwaltende Asset Manager will die Umstellung bis zum ersten Quartal 2026 abschließen.
J.P. Morgan sieht in dem Schritt einen Wettbewerbsvorteil und folgt damit der Kritik von CEO Jamie Dimon. Er hatte die Drittanbieter Anfang 2025 als „Krebsgeschwür“ für die Unternehmensführung bezeichnet. Proxy Adviser liefern institutionellen Investoren bislang Empfehlungen für Stimmrechtsentscheidungen bei Hauptversammlungen. Aktuell sehen sich die Unternehmen aber sowohl durch Investoren als auch aus der Politik verstärkter Kritik und regulatorischer Prüfung ausgesetzt. (DFPA/abg)
Unter der Marke J.P. Morgan Asset Management betreibt der international tätige Finanzdienstleistungskonzern JP Morgan Chase & Co. mit Sitz in New York den Geschäftsbereich Vermögensverwaltung. Dieser verwaltet Publikumsfonds sowie institutionelle Mandate.