J.P.-Morgan-Studie: Family Offices setzen stärker auf Private Equity und KI
Mehr als 300 vermögende Unternehmerfamilien weltweit bauen ihre Engagements in privaten Märkten aus und planen verstärkte Investitionen in Künstliche Intelligenz. Zugleich sehen sie Geopolitik, Inflation und Marktverwerfungen als größte Risiken für ihre Portfolios und die eigene Organisation.
Family Offices weltweit richten ihre Anlagestrategien stärker auf Private Equity und Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz (KI) aus. Das geht aus dem „Global Family Office Report 2026“ der US-Bank J.P. Morgan hervor, für den 333 Single Family Offices aus 30 Ländern befragt wurden. Zugleich bewerten die befragten Vermögensverwalter geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Inflation als zentrale Bedrohungen für ihre Portfolios.
Im Durchschnitt entfallen laut Studie rund 75 Prozent der verwalteten Vermögen auf öffentliche Aktien und alternative Anlagen. Allein auf Private Investments kommen global knapp 31 Prozent, auf börsennotierte Aktien gut 38 Prozent. Innerhalb der privaten Anlagen dominieren Private Equity (9,8 Prozent), Immobilien (7,4 Prozent) und kontrollorientierte Beteiligungen (6,1 Prozent).
Private Equity vor weiterem Ausbau
37 Prozent der befragten Family Offices planen, ihre Allokation in Private Equity in den kommenden zwölf bis 18 Monaten zu erhöhen – so viele wie in keiner anderen Anlageklasse. Insgesamt wollen 2,5-mal so viele Befragte ihr Engagement in privaten Märkten ausweiten wie reduzieren. Auch Private Credit, Growth Equity und Infrastruktur stehen auf der Ausbauliste.
Thematisch steht KI klar im Fokus: 65 Prozent der Family Offices priorisieren entsprechende Investments bereits oder wollen dies künftig tun. Es folgen Gesundheitsinnovationen (50 Prozent) sowie Infrastrukturprojekte (41 Prozent). Gleichzeitig zeigt sich eine Diskrepanz: 57 Prozent haben derzeit keine Allokation in Growth Equity oder Venture Capital – also in jene Segmente, in denen viele KI-Anwendungen entstehen.
Als größtes Einzelrisiko für die Portfolioausrichtung nennen 20 Prozent der Befragten geopolitische Entwicklungen. In der Gesamtbetrachtung zählen zudem Inflation, Zinsentwicklung und Konjunktursorgen zu den meistgenannten Risikofaktoren. Family Offices, die Inflation als Hauptrisiko einstufen, investieren im Schnitt deutlich stärker in alternative Anlagen – mit einem Anteil von rund 60 Prozent. (DFPA/abg)
Den vollständigen Report zum Download finden Sie hier. 2026 Global Family Office Report
Unter der Marke J.P. Morgan Asset Management betreibt der international tätige Finanzdienstleistungskonzern JP Morgan Chase & Co. mit Sitz in New York den Geschäftsbereich Vermögensverwaltung. Dieser verwaltet Publikumsfonds sowie institutionelle Mandate.