Der zweitgrößte Pensionsfonds der Welt, Japans Government Pension Investment Fund (GPIF), will seine Investitionen künftig stärker an messbaren gesellschaftlichen und ökologischen Wirkungen ausrichten. Das geht aus dem neuen „Sustainability Investment Report“ des Unternehmens hervor.
Mit einem Anlagevolumen von rund 1,5 Billionen Euro prüft der Fonds derzeit, wie er Wirkungskriterien – etwa soziale Effekte und Umweltwirkungen – systematisch in seine Investitionsentscheidungen integrieren kann. Präsident Uchida Kazuto erklärte, GPIF trage als langfristig orientierter Investor eine Verantwortung für die Stabilität der Märkte und wolle künftig stärker berücksichtigen, „welchen Einfluss die Unternehmen, in die wir investieren, auf Gesellschaft und Umwelt haben“.
Der Strategiewechsel erfolgt vor dem Hintergrund wachsender staatlicher Bemühungen, Japans Finanzsektor stärker in Impact Investing einzubinden. Laut der Organisation GSG Impact Japan stieg das Volumen solcher Anlagen im Jahr 2024 um 50 Prozent auf rund 98 Millionen Euro. (DFPA/abg)
Den vollständigen Nachhaltigkeitsreport des Unternehmens finden Sie hier.
Der Government Pension Investment Fund (GPIF) verwaltet und investiert die Reservefonds der staatlichen Pensionspläne (127 Billionen Yen), die ihm vom Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt anvertraut werden. Ziel ist es, zur finanziellen Stabilität beider Pensionspläne beizutragen, indem zum Beispiel die aus den Anlagen erzielten Gewinne an die Sonderkonten der staatlichen Pensionspläne überwiesen werden.