Versdiagnose, Plattform für digitale Risikoprüfungen in der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung, hat die Entwicklung einer KI-gestützten Anwendung zur vollständigen Automatisierung von Risikovoranfragen (RVA) gestartet. Die Lösung analysiert unstrukturierte Gesundheitsdaten aus PDFs, Scans und Freitexten automatisch, strukturiert sie auf Basis der individuellen Votensätze und Regelwerke der Versicherer und bereitet sie zu direkt prüffähigen Voranfragen auf.
Einer der arbeitsintensivsten und fehleranfälligsten Prozesse im biometrischen Versicherungsgeschäft soll grundlegend digitalisiert werden, zum Vorteil für Kunden, Vermittler und Versicherer.
Eine Branchenbefragung unter Maklern und Versicherern durch die Versicherungsforen Leipzig, die 60 Prozent des Markts abdeckt, ergab, dass branchenweit monatlich durchschnittlich 700 Voranfragen eingehen, bei den Marktführern bis zu 3.000, deren Bearbeitung rund 16 Prozent der Kapazitäten bindet. Diesem Aufwand steht eine Abschlussquote von lediglich rund zehn Prozent gegenüber.
Die Befragung ergab zudem eine Einschätzung zu den Ursachen: Die Marktteilnehmer nannten insbesondere unstrukturierte Daten, große Dokumentumfänge verbunden mit kurzen Rückmeldefristen als zentrale Herausforderungen im Bearbeitungsprozess. Daraus folge in der Praxis häufig Rückfragen, Medienbrüche und verzögerte Entscheidungen.
Die KI treffe keine eigenständigen Entscheidungen, sie bereite ausschließlich Entscheidungsvorlagen vor. Jedes Haus behalte die Hoheit über seine Votensätze und Regelwerke – die KI nutze diese, ohne sie zu verändern. Architektur und Prozesse der Anwendung sind auf DSGVO-Konformität sowie die Anforderungen des Versicherungsaufsichtsrechts (VAG) abgestimmt und entsprechen laut Versdiagnose den regulatorischen Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). (DFPA/mb)
Versdiagnose ist eine Plattform für digitale Risikoprüfungen und Antragsprozesse in der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung.