Die Krypto-Handelsplattform Kraken baut ihre App um. Das Ziel des Unternehmens: Krypto-Anleger sollen in der App mehr können als nur zu traden. Dazu bringt das Unternehmen zwei Upgrades für europäische Kunden an den Start.
So startet die neue Kraken Card (Mastercard). Mit der Krypto-Debitkarte können Kunden ihr Krypto- und Barguthaben ab sofort im Alltag ausgeben, wo Mastercard akzeptiert wird. Die Karte wandelt Kryptowährungen direkt beim Bezahlvorgang an der Kasse in Fiatwährung um. Nutzer können dafür flexibel auf über 600 Krypto- und Cash-Bestände auf ihrem Kraken-Konto zugreifen und selbst festlegen, aus welchen Assets der Einkauf bezahlt werden soll.
Bei jedem Kauf erhalten Karteninhaber bis zu zwei Prozent Cashback, wahlweise ausgezahlt in Bitcoin, Euro oder Pfund. Die Karte ist sowohl digital für das Smartphone als auch als klassische Plastikkarte erhältlich. (Ausführliche Infos finden Sie in der englischen Pressemitteilung).
Der zweite neue Service: „Kraken Borrow“. Wer schnell investieren möchte, müsse oft erst auf Banküberweisungen warten oder andere Assets verkaufen. Dort setzt „Kraken Borrow“ an, das nun verfügbar ist. Berechtigte Nutzer können laut Kraken ihre Kaufkraft erhöhen, indem sie bereits vorhandene Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegen, um zusätzliche Käufe zu finanzieren. Um das Risiko für Privatanleger gering zu halten, ist das Feature auf einen konservativen Hebel von maximal 1x gedeckelt. Der Service läuft als flexibler Rahmenkredit ohne feste Laufzeiten oder starre Rückzahlungspläne, bleibe jedoch voll besichert.
Die beiden neuen Features sind die ersten Bausteine einer größeren Entwicklung: In den kommenden Wochen will Kraken eine komplett überarbeitete App veröffentlichen, die auf proaktive KI-Assistenten (Agentic AI) setzt. Diese Tools arbeiten im Hintergrund, scannen die Märkte rund um die Uhr und schlagen Nutzern passende Gelegenheiten vor – präzise abgestimmt auf das persönliche Risikoprofil und Budget. Die finale Entscheidung und Kontrolle verbleibe beim Kunden. (DFPA/mb)
Kraken, gegründet im Jahr 2011, ist eine der ältesten Krypto-Plattformen weltweit. In Deutschland arbeitet Kraken mit DLT-Finance zusammen, das unter der Aufsicht der BaFin steht.