M.M.Warburg & CO schließt Geschäftsjahr 2024 positiv ab
Die unabhängige Privatbank M.M.Warburg & CO hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Plus von einer Millionen Euro (Vorjahr: zehn Millionen Euro) abgeschlossen. Zusätzlich wurde die Substanz der Bank mit Erhöhung der Rücklagen gestärkt.
Wie erwartet war der Zinsüberschuss 2024 mit rund 67 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr. Die Zinsaufwendungen lagen unter anderem aufgrund von kundenseitigen Umschichtungen in höherverzinsliche Termingelder etwa zehn Prozent über denen des Vorjahres. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden und betrug knapp 67 Millionen Euro. Insbesondere die unterschiedlichen Lösungen und Strategien der Vermögensverwaltung trugen zum Provisionsertrag bei.
Im Jahr 2024 kam mit der Warburg Stiftungsstrategie Smart Carbon ein weiteres Vermögensverwaltungskonzept hinzu. Das Portfolio verbinde eine nachhaltige Vermögensverwaltung mit CO2-Reduktion und sei vor allem für semi-professionelle Anleger interessant. Für 2025 seien im Private Banking weitere Produktneuerungen geplant. So beschäftige sich das Unternehmen aktuell unter anderem mit dem Thema Verteidigung.
Dass das Geschäftsjahr 2024 leicht positiv abgeschlossen werden konnte, sei auch der hohen Kostendisziplin geschuldet: Neben einer Vereinfachung der IT-Systeme und Auslagerung von Prozessen und Dienstleistungen soll dazu unter anderem auch die Nutzung von generativer Künstlicher Intelligenz beitragen, die aktuell intern in einem Pilotprojekt getestet werde.
Trotz der hohen Kostendisziplin lag das Kosten-Ertrags-Verhältnis 2024 bei 112,4 Prozent (Vorjahr: 96 Prozent). Das Ziel einer kontinuierlichen Verbesserung wurde damit verfehlt. Und auch wenn das Jahr 2024 insgesamt leicht positiv abgeschlossen wurde, konnten einige Planungsziele nicht erreicht werden. Dies betreffe insbesondere das Provisionsergebnis, das eigentlich gesteigert werden sollte. „Wir überprüfen unsere Strategie fortlaufend und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass angesichts der Ergebnisse im Kapitalmarktgeschäft Handlungsbedarf besteht“, so Markus Bolder, zuständiger Vorstand für die Marktfolgebereiche bei M.M.Warburg & CO. Die Überlegungen wurden dem Aufsichtsrat im Mai 2025 vorgestellt und die geplanten Anpassungen am Geschäfts- und Betriebsmodell werden laut Unternehmen aktuell mit den Arbeitnehmervertretungen verhandelt. (DFPA/mb)
M.M.Warburg & Co ist eine unabhängige Privatbank mit Sitz in Hamburg. Die Kerngeschäftsfelder umfassen die Bereiche Private Banking, Asset Management und Investment Banking.