Die niederländische Genossenschaftsbank Rabobank hat eine neue Plattform für wirkungsorientierte Investitionen gestartet. Mit der Gründung der Rabo Impact Foundation sollen künftig Projekte und Unternehmen finanziert werden, die gesellschaftliche Herausforderungen adressieren.
Die Stiftung ist zunächst mit 102 Millionen Euro ausgestattet und soll langfristig auf ein Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro anwachsen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Vorhaben, die für klassische Bankfinanzierungen als zu risikoreich gelten.
Nach Angaben der Bank konzentriert sich die Plattform auf sechs zentrale Bereiche, darunter Energiewende, nachhaltige Ernährungssysteme, Kreislaufwirtschaft, Wasser, Gesundheitsversorgung und bezahlbarer Wohnraum. Ziel ist es, neue Märkte und Infrastrukturen zu entwickeln sowie nachhaltige Geschäftsmodelle zu fördern.
Die Stiftung plant rund 20 Investitionen pro Jahr. Diese sollen sowohl direkte Finanzierungen und Darlehen als auch Beteiligungen an Unternehmen umfassen, die sich bereits über die Start-up-Phase hinaus entwickelt haben, aber noch keinen Zugang zu traditionellen Kapitalquellen haben.
Interimschefin Lizette Wolters erklärte, grundlegende Transformationen scheiterten häufig an fehlenden historischen Daten und damit verbundenen Risiken in klassischen Finanzmodellen. Genau hier solle die neue Plattform ansetzen und gezielt Kapital für innovative, bislang unterfinanzierte Bereiche bereitstellen. (DFPA/abg)
Die Rabobank-Gruppe ist einer der größten Finanzdienstleister der Niederlande. Die Bank ist in 40 Ländern mit nahezu neun Millionen Kunden und über 43.000 Mitarbeitern vertreten und verfügt über Einlagen von mehr als 447 Milliarden Euro (Stand: Ende 2024). RaboDirect Deutschland ist ein Geschäftsbereich der deutschen Zweigniederlassung der Coöperatieve Rabobank U.A., einer holländischen Bankengruppe mit Sitz in Frankfurt am Main.