Eine repräsentative Umfrage von Bison, der Krypto-Trading-Plattform für Privatkunden der Gruppe Börse Stuttgart, zeigt: Trotz seiner teils starken Kursschwankungen hat sich Bitcoin bei Anlegern unter 40 als feste Größe in der Vermögensanlage etabliert.
Bison hat in einer deutschlandweiten Studie den Stellenwert von Kryptowährungen in der Gesellschaft untersucht. Das Ergebnis gibt der Anlageklasse Rückenwind, denn: Auch wenn die digitalen Assets besonders sensibel auf geopolitische Spannungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen wie etwa Trumps Zollpolitik reagieren, erleben sie derzeit goldene Zeiten. Insbesondere Bitcoin habe sich von einem reinen Spekulationsprodukt zur krisenfesten Alternative neben Gold und klassischen Anlageklassen entwickelt. Traditionelle Assets wie der US-Dollar oder US-Staatsanleihen mussten hingegen jüngst Vertrauensverluste hinnehmen.
„Kryptowährungen haben sich als ernstzunehmende Alternative zum traditionellen Finanzsystem etabliert. Vor allem Bitcoin spielt zunehmend in derselben Liga wie Gold”, erläutert Dr. Ulli Spankowski, Gründer und CEO von Bison.
Diversifikation schließt Krypto mit ein
Diese Dynamik werde auch in den Studienergebnissen deutlich: Bei jungen Anlegern ist Krypto inzwischen beliebter als Gold – Tendenz steigend. In der Altersgruppe der 18-29-Jährigen investiert bereits fast jeder Vierte (24,1 Prozent) in Kryptowährungen und jeder Fünfte (21,8 Prozent) in Edelmetalle wie Gold – ein Unterschied von 2,3 Prozentpunkten. Bei den 30-39-Jährigen fällt die Krypto-Präferenz noch deutlicher aus: 27,2 Prozent der in Anlageprodukte investierten Befragten setzen auf Kryptowährungen, 23,7 Prozent auf Edelmetalle. Während sich das Investitionsverhalten bei den 40- bis 49-Jährigen die Waage hält (Krypto: 16,6 Prozent, Edelmetalle: 16,4 Prozent), verschieben sich die Präferenzen ab der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen: Von ihnen sind 7,4 Prozent in Krypto investiert, 16,1 Prozent in Edelmetalle. Bei den über 60-Jährigen zeigt sich ein traditionelles Bild mit 12,7 Prozent in Edelmetallen gegenüber 2,6 Prozent in Kryptowährungen.
Eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber Kryptowährungen ist ebenfalls generationenabhängig: Rund zwei Drittel (66,1 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen beschreiben ihre Haltung als sehr oder eher positiv, gefolgt von 65,2 Prozent in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen. Selbst in der Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren liegt der Anteil mit positiver Haltung noch bei 44,4 Prozent. Erst bei den 50- bis 59-Jährigen sinkt dieser Wert deutlich auf 24,6 Prozent und bei den 60- bis 70-Jährigen auf 12,6 Prozent.
Die Studie offenbart auch einen Wandel im Investitionsverhalten: Die junge Generation zeigt sich interessiert am Thema Investitionen und legt besonders großen Wert auf Diversifikation über verschiedenste Anlageformen hinweg – von Spar- und Tagesgeldkonten über Investmentfonds und ETF bis hin zu Aktien, Immobilien und eben auch Kryptowährungen. Ein besonders spannender Befund sei, dass 50 Prozent der unter 35-Jährigen, die bereits investiert sind, angeben, sich bei Investmentfragen von KI unterstützen zu lassen. Der digitale Wandel sei somit auch in der Finanzbildung angekommen. (DFPA/mb)
Die Gruppe Börse Stuttgart ist die sechstgrößte Börsengruppe in Europa mit strategischen Standbeinen im Kapitalmarktgeschäft sowie im Digital- und Kryptogeschäft. Sie betreibt Börsen in Deutschland, Schweden und der Schweiz.