Die jüngste Studie des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) an der TH Aschaffenburg, an der 108 unabhängige Vermögensverwalter aus ganz Deutschland teilnahmen, zeigt, dass die Branche ungeachtet weltweiter Krisen sowohl die aktuelle als auch die zukünftige Lage so positiv wie noch nie seit Beginn der Befragung einschätzen. Die Mehrheit der Vermögensverwaltungen konnte im Geschäftsjahr 2025 ihre Eigenkapitalrentabilität erhöhen.
Die durchschnittliche Kundenanzahl ist 2025 auf 765 Kunden pro Vermögensverwaltung gestiegen. Im Jahr davor lag dieser Wert noch bei 733 Kunden pro Vermögensverwaltung. Das durchschnittliche verwaltete Vermögen stieg ebenfalls von rund 380 Millionen Euro pro Vermögensverwaltung auf rund 422 Millionen Euro an.
Soziale Netzwerke haben 2025 mit rund 17 Prozent erheblich an Bedeutung zugenommen, wenn es um die Neukundengewinnung geht. Dieser Wert hatte sich innerhalb eines Jahres von rund sechs Prozent im Vorjahr beinahe verdreifacht. Die persönliche Weiterempfehlung bleibt dennoch mit weitem Abstand (93 Prozent) nach wie vor der häufigste Weg der Kundengewinnung.
Angesichts der weltweiten Krisen läge es nahe, wenn deutsche Vermögensverwalter die aktuelle Situation zumindest als herausfordernd betrachten würden. Tatsächlich bewerten 49 Prozent aller Vermögensverwaltungen die aktuelle Lage als gut und 30 Prozent aller Vermögensverwaltungen bewerten sie sogar als sehr gut. 2024 lagen diese Werte bei 37 Prozent beziehungsweise 24 Prozent. Der Blick in die Zukunft sieht nahezu identisch aus. Auch dort bewerten 53 Prozent die kommende Lage als gut und 24 Prozent als sehr gut. 2024 waren die Zukunftshoffnungen bereits ähnlich hoch und notierten bei 48 Prozent beziehungsweise elf Prozent.
Unabhängige Vermögensverwaltungen in Deutschland konnten im Durchschnitt ihre Eigenkapitalrendite im Gegensatz zu 2024 erhöhen. 34 Prozent (2024: 29 Prozent) konnten sogar eine Eigenkapitalrendite von über 50 Prozent ausweisen. Gleichzeitig konnten sich die Kunden unabhängiger Vermögensverwaltungen auf ungebrochen solide Renditen verlassen. Im Jahr 2025 waren es nach Abzug aller Kosten durchschnittlich 7,8 Prozent (2024: 9,8 Prozent). (DFPA/mb)
Das Institut für Vermögensverwaltung (InVV) an der TH Aschaffenburg untersucht seit 2014 die Branche der unabhängigen Vermögensverwalter und führt in jährlichem Turnus eine Umfrage durch. Das Institut ist an der Technischen Hochschule Aschaffenburg angesiedelt und wird finanziert durch die V-Bank Drittmittelgeber und vom Verband unabhängiger Vermögensverwalter unterstützt.