Vanguard-Studie: Anleger schätzen Beratung – sehen aber Lücken im Service
Anlegerinnen und Anleger erkennen den Wert professioneller Finanzberatung grundsätzlich an, nehmen jedoch deutliche Unterschiede zwischen ihren Erwartungen und der tatsächlichen Beratungspraxis wahr. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Studie „Client Connect: Die Vanguard Beratungsstudie 2026“, die das Advisory Research Centre von Vanguard in Deutschland vorgelegt hat.
Für die Untersuchung wurden 1.010 beratene Anlegerinnen und Anleger sowie 203 Finanzberaterinnen und -berater befragt. Demnach messen Kundinnen und Kunden den Wert der Beratung vor allem an der Qualität der Beziehung, an klarer Kommunikation und an der individuellen Betreuung. Gleichzeitig zeigen sich laut Studie relevante Fehlanpassungen: Während Anlegerinnen und Anleger konkrete Unterstützung, regelmäßigen Austausch und Orientierung wünschen, entsprechen Umfang und Ausgestaltung der Beratungsleistungen diesen Präferenzen häufig nicht.
Vanguard sieht darin zugleich Potenzial für die Branche. Beraterinnen und Berater könnten sich durch eine stärkere Ausrichtung an den tatsächlichen Kundenbedürfnissen klar differenzieren und zusätzlichen Mehrwert schaffen. Der Fokus der Studie liegt dabei bewusst auf der Beziehungsebene zwischen Beratern und Kunden; taktische Portfolioentscheidungen sind nicht Gegenstand der Analyse. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
The Vanguard Group, Inc. ist eine Investmentgesellschaft mit Sitz in Malvern (Pennsylvania/USA). Nach Angaben von Morningstar verwaltet Vanguard derzeit rund 15 Milliarden US-Dollar in aktiven ETF.