Vertrauen in Banken größer als in staatliche Institutionen beim Umgang mit KI-Daten
Künstliche Intelligenz (KI) ist im Banking ein neuer Bestandteil vieler Prozesse – etwa bei der Betrugserkennung, der Automatisierung interner Abläufe oder bei Chatbots. Offen bleibt jedoch: Welche Erwartungen haben Kunden an KI im Banking? Wie weit reicht ihr Vertrauen, wenn KI-Agenten künftig auf Konten, Karten oder Kredite aufsetzen können? Die Ergebnisse einer Umfrage der Finanzplattform Solaris zeigen, dass KI bereits für einen Teil der deutschen Bevölkerung zum Alltag gehört: 33,4 Prozent der Befragten nutzen allgemeine KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini mindestens einmal pro Woche.
Im Finanzbereich setzen viele Konsumenten KI bereits gezielt ein. In den vergangenen zwölf Monaten ließen sich 27,9 Prozent finanzielle Transaktionen durch KI erklären, so ergab die Befragung unter 4.000 Online-Banking-Nutzern. 27,8 Prozent verwendeten KI-Chatbots für Bankanliegen. Zudem eigneten sich 19,8 Prozent mithilfe von KI neues Finanzwissen an, und 10,8 Prozent nutzten KI-Tools zur Erstellung ihres ETF-Portfolios. Besonders aktiv sind jüngere Nutzergruppen: 41 Prozent der 18- bis 29-Jährigen setzen KI zur Erklärung von persönlichen Transaktionen ein. Unter den 30- bis 39-Jährigen nutzen 15,6 Prozent KI, um ein ETF-Portfolio zu erstellen.
Trotz der zunehmenden Nutzung bleiben Sicherheitsbedenken weit verbreitet. 45,6 Prozent der Befragten sorgen sich um mögliche Datenlecks, 34,5 Prozent befürchten eine übermäßige Datensammlung durch KI-Abwendungen. Gerade jüngere Befragte, die KI am intensivsten nutzen, nennen zugleich überdurchschnittlich viele Risiken.
Beim Vertrauen zeigt sich ein differenziertes Bild: 45,4 Prozent aller Befragten vertrauen ihrer Bank beim Umgang mit KI-bezogenen Finanzdaten am stärksten, gefolgt von Versicherungsunternehmen mit 40,6 Prozent – staatliche Institutionen erreichen nur 37,6 Prozent. Zugleich formulieren die Befragten strikte Anforderungen an Datensouveränität – ein Hinweis auf klare Regeln für den Einsatz von KI bei finanziellen Daten im Banking. 84,7 Prozent wünschen sich die Möglichkeit, persönliche Daten jederzeit herunterladen oder löschen zu können. (DFPA/mb)
Die Solarisbank AG ist eine europäische Banking-as-a-Service-Plattform. Als Technologie-Unternehmen mit einer deutschen Vollbanklizenz ermöglicht die Solarisbank anderen Unternehmen, ihre eigenen Finanzdienstleistungen anzubieten.