Wall Street rechnet mit höheren Boni und Stellenabbau
Die Boni an der Wall Street dürften in diesem Jahr deutlich steigen. Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte in den kommenden Jahren allerdings zahlreiche Jobs kosten. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des New Yorker Vergütungsberaters Johnson Associates hervor.
Demnach sollen die Jahresendprämien für Mitarbeiter traditioneller Asset-Management-Firmen um 7 bis 12 Prozent gegenüber 2024 zulegen. Auch in Hedgefonds werden die Boni – je nach Strategie – um 2,5 bis 10 Prozent steigen. Gründe sind laut Johnson Associates vor allem die starke Aktienmarktentwicklung und ein robustes zweites Halbjahr nach einem volatilen Jahresauftakt.
Im Bereich der illiquiden alternativen Anlagen wie Private Equity oder Infrastruktur variieren die Prognosen: Während Fachkräfte im Secondary-Markt mit bis zu 10 Prozent mehr Bonus rechnen können, bleiben Prämien in Venture Capital und kleineren Private-Equity-Häusern weitgehend stabil.
Für die kommenden Jahre warnt Johnson Associates jedoch vor einem Stellenabbau von 10 bis 20 Prozent in der Finanzbranche – vor allem in operativen und Einstiegsfunktionen, die zunehmend durch KI-Technologien ersetzt werden könnten. „Künstliche Intelligenz wird Geschäftsmodelle und Belegschaften grundlegend verändern“, sagte Alan Johnson, Managing Director der Beratungsfirma. (DFPA/abg)
Johnson Associates ist eine auf Vergütungsberatung spezialisierte, unabhängige Beratungsfirma mit Sitz in den USA. Seit über 30 Jahren berät das Unternehmen internationale und regionale Finanzdienstleister bei der Gestaltung von Vergütungs- und Anreizsystemen. Die Beratung gilt als renommiert für ihre unabhängige Analyse, fundierte Marktkenntnis und maßgeschneiderten Lösungen.