In Deutschland nutzen deutlich weniger Menschen Kryptowährungen als in Österreich und der Schweiz. Laut der aktuellen Studie der Beratung BearingPoint nutzen in Deutschland 11 Prozent der Bevölkerung Digitalwährungen zumindest gelegentlich, in Österreich sind es 18 Prozent und in der Schweiz 23 Prozent.
Auch bei der Frage, ob Kryptowährungen eine geeignete Anlageform sind, liegt Deutschland zurück. Das sagen dort 23 Prozent der Befragten, in Österreich 28 Prozent und in der Schweiz 37 Prozent. BearingPoint spricht von drei Märkten mit „drei Geschwindigkeiten“.
Staatliche Währungen bleiben laut Umfrage in allen drei Ländern der klare Stabilitätsanker. In Deutschland halten 84 Prozent sie für ein gutes oder sehr gutes Zahlungsmittel, in Österreich 87 Prozent und in der Schweiz 80 Prozent. Gold bleibt ebenfalls beliebt und wird häufiger als verlässlicher Inflationsschutz gesehen als Kryptowährungen.
Besonders groß ist die Kluft zwischen den Geschlechtern. In Deutschland nutzen 15 Prozent der Männer Krypto, aber nur 6 Prozent der Frauen. In Österreich liegt das Verhältnis bei 26 zu 10 Prozent, in der Schweiz bei 31 zu 15 Prozent. Vor allem junge Erwachsene greifen zu: In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen nutzt bereits jeder Dritte Digitalwährungen.
Die Studie zeigt zudem Unterschiede bei Einkommen und Bildung. In Deutschland bewerten Haushalte mit mindestens 4.000 Euro Nettoeinkommen Kryptowährungen deutlich häufiger als Anlageoption als Haushalte mit weniger als 2.000 Euro. Auch Befragte mit Hochschulabschluss stehen Krypto offener gegenüber.
Für die Untersuchung befragte YouGov im Auftrag von BearingPoint im Juni 2026 insgesamt 2.031 Menschen in Deutschland, 1.003 in Österreich und 1.001 in der Schweiz. (DFPA/abg)
Die Bearingpoint GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Unternehmensberatung, die sich auf Management- und Technologieberatung spezialisiert hat.