Erneuerbare Energien: Bei Anlegern noch viel zu wenig auf dem Schirm

Joerg Busboom
Jörg Busboom

Gastbeitrag von Jörg Busboom, Geschäftsführer von ÖKORENTA. Er rät Anlegern, die Erneuerbaren Energien als wertbeständige und krisenfeste Sachwertanlage bei ihrem Vermögensaufbau zu berücksichtigen:

Sie performen derzeit sensationell: Im ersten Quartal 2020 lieferten Erneuerbare Energien erstmals über 50 Prozent des verbrauchten Stroms in Deutschland. Und obwohl sie damit inzwischen zur wichtigsten Energieressource hierzulande avanciert sind und ein krisenfestes, heimisches Wirtschaftsgut darstellen, werden sie als Investment noch zu wenig genutzt. Ein echtes Versäumnis! Aber warum ist das so? Dieser Fragen gehe ich hier auf den Grund.

Betrachtet man den fundamentalen Nutzen von Energie für unsere moderne Welt und die Alternativlosigkeit von klimaschonend erzeugtem Strom, müsste jeder Anleger einen Teil seines Vermögens in saubere Energieerzeugung investieren. Erstaunlich, dass dies bei Weitem noch nicht so ist. Dabei wird Strom immer und überall gebraucht. Ohne ihn geht buchstäblich nichts und demzufolge ist sein Absatz gesichert. Vergleicht man den Stellenwert, den Immobilien als fest etablierte Anlageklasse im Bereich der Sachwerte haben, lässt sich das Nachholpotenzial für die Erneuerbaren Energien ermessen.

Wertschöpfung an sich ganz einfach

Wie Immobilien als Investment funktionieren, ist allgemein bekannt. Bei Erneuerbaren Energien ist das schon anders. Dabei sind sie als produzierende Sachwerte gar nicht so weit voneinander entfernt. Immobilien schaffen Mehrwert aus Mieten und Wertsteigerungen. Energieparks erzeugen Strom und Wärme aus regenerativen Ressourcen. Diese werden an die Stromversorger verkauft und generieren die regelmäßigen Einnahmen für die Investoren. Die Abnahmeverpflichtung für den erzeugten Strom, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt ist, wäre im Vergleich eine Vermietungsgarantie. Für Anleger ergibt sich daraus zunächst einmal eine höchst komfortable und kalkulierbare Situation. Variablen, die nur in einer gewissen Spannbreite prognostizierbar sind, resultieren aus dem Wetter, sprich dem Wind- und Sonnenaufkommen. Soweit lässt sich das Thema leicht verstehen. Schwieriger für Laien wird es, wenn es darum geht, die Gesetze und Regularien nachzuvollziehen, die als Rahmenbedingungen die Entwicklung des Marktes steuern und die noch dazu laufenden Änderungen unterliegen. Aus meiner Sicht ist es vor allem dieses politische Umfeld, das Anlegern den Zugang zu einem Investment in grüne Energie erschwert.

Viele ablenkende Diskussionen verstellen den Blick auf das Wesentliche

Die Energiewende ist eines der größten politischen und gesellschaftlichen Projekte der heutigen Zeit. Dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ist in Deutschland allgemein anerkannt. Auch über die Bedeutung der Erneuerbaren Energien als zentrale Säule der Energiewende gehen die Meinungen wenig auseinander. Fragen der Umsetzung, wie dieser Umschwung gelingen kann und welche Maßnahmen im Detail richtig sind, werden jedoch heftig in der Politik und den Medien diskutiert.

Zu den jüngsten dieser kontroversen Themen gehört zum Beispiel die Abstandsregelung für neu zu errichtende Windenergieanlagen: 1.000 Meter Abstand zu Wohnbebauung sollen Windräder bundesweit gemäß der verschärften Regelung haben. Der Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium, der bereits im November 2019 dazu vorgelegt wurde, entfachte einen monatelangen Streit und ist bei Energie- und Wirtschaftsverbänden auf heftigen Widerstand gestoßen. Auch die Bundesländer plädierten für eigene Regelungen. Eine Einigung dazu hat es endlich im Mai 2020 gegeben. Nun sollen die Länder selbst entscheiden, ob mindestens 1.000 Meter Abstand zwischen Siedlungen und Windrädern eingehalten werden müssen oder nicht. Zahlreiche Bundesländer haben bereits angekündigt, bei ihren Regelungen von zum Teil deutlich unter 1.000 Metern Abstand zu bleiben. Unter dieser Hängepartie gelitten hat nicht nur der weitere Ausbau der Windkraft, sondern auch das Vertrauen von Investoren in die Windenergie.

Langes Tauziehen hat es auch um den 52-Gigawatt-Förderdeckel für die Photovoltaik gegeben. Ein solches Limit war im Erneuerbare-Energien-Gesetz verankert. Die Ausbauschwelle wäre bereits im Spätsommer dieses Jahres erreicht worden und hätte das Ende der Förderung für alle PV-Anlagen bis 750 Kilowatt bedeutet. Diese Beschränkung wird nun aufgehoben. Soweit die gute Nachricht für die Industrie und alle Solar-Investoren.

Potenzial reicht in Deutschland für 100 Prozent Erneuerbare und mehr

Ungeachtet des vielfältigen „Hin und Her“ machen die Erneuerbaren Energien ihren Weg und haben dabei noch jede Menge Potenzial. Eine aktuelle Studie des Berliner Beratungsunternehmens Aurora Energy Research zeigt, dass Deutschland seinen kompletten Strombedarf mit Erneuerbaren Energien decken kann. Zu wenig Energie wird es also auch in der Erneuerbaren Energiewelt nicht geben. Allerdings werden die nächsten 50 Prozent weiterhin harte Arbeit. Die Politik hat dabei den Job, mit klaren Aussagen ein stabiles Investmentumfeld zu schaffen, in dem auch private Anleger vor lauter Diskussionen die enormen Chancen des Marktes nicht übersehen.

Energie im eigenen Portfolio

Anleger sind gut beraten, die Erneuerbaren Energien als wertbeständige und krisenfeste Sachwertanlage bei ihrem Vermögensaufbau zu berücksichtigen. Erfahrene Anbieter wie die ÖKORENTA kennen den Markt, wissen alle Details einzuschätzen und die jeweils geltenden Bedingungen optimal zu nutzen. Wer jetzt einsteigen und dabei die Gewissheit haben will, dass ein gut durchdachtes und über Jahre bewährtes Konzept dem eigenen Investment zu Grunde liegt, kann dies mit einer Beteiligung am neuesten Fonds der ÖKORENTA.

Jörg Busboom ist Geschäftsführer der Asset Managers und Fondsinitiators ÖKORENTA. Das 1999 gegründete Unternehmen mit Sitz in Aurich ist auf aktiv gemanagte Erneuerbare-Energien-Portfolios spezialisiert. Es beschäftigt 40 Mitarbeiter und verwaltet ein Anlegerkapital in Höhe von über 200 Millionen Euro. Der Gastbeitrag ist – in einer gekürzten Fassung – auch erschienen in EXXECNEWS Ausgabe 14/2020.

www.oekorenta.de

Zurück

Gastbeiträge
Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.
In dieser Übersicht können Sie, einzelne Cookies einer Kategorie oder ganze Kategorien an- und abwählen. Außerdem erhalten Sie weitere Informationen zu den verfügbaren Cookies.
Gruppe Essenziell
Name Netzhirsch
Technischer Name _netzhirsch_cookie_opt_in
Anbieter
Ablauf in Tagen 30
Datenschutz
Zweck Wird verwendet, um festzustellen, welches Cookie akzeptiert oder abgelehnt wurde.
Erlaubt
Gruppe Essenziell
Name Contao CSRF Token
Technischer Name csrf_contao_csrf_token
Anbieter
Ablauf in Tagen 0
Datenschutz
Zweck Dient zum Schutz der Website vor Fälschungen von standortübergreifenden Anfragen . Nach dem Schließen des Browsers wird das Cookie wieder gelöscht
Erlaubt
Gruppe Essenziell
Name PHP SESSION ID
Technischer Name PHPSESSID
Anbieter
Ablauf in Tagen 0
Datenschutz
Zweck Cookie von PHP (Programmiersprache), PHP Daten-Identifikator. Enthält nur einen Verweis auf die aktuelle Sitzung. Im Browser des Nutzers werden keine Informationen gespeichert und dieses Cookie kann nur von der aktuellen Website genutzt werden. Dieses Cookie wird vor allem in Formularen benutzt, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. In Formulare eingegebene Daten werden z. B. kurzzeitig gespeichert, wenn ein Eingabefehler durch den Nutzer vorliegt und dieser eine Fehlermeldung erhält. Ansonsten müssten alle Daten erneut eingegeben werden.
Erlaubt
Gruppe Analyse
Name Google Analytics
Technischer Name _gat,_ga_gid
Anbieter Google
Ablauf in Tagen 1
Datenschutz https://policies.google.com/privacy
Zweck Tracking
Erlaubt