Status quo Nachhaltiger Geldanlagen
Nachhaltige Investments hatten zuletzt einen schweren Stand in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch wie verhält es sich in der Praxis? Die Experten vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) fassen die zentralen Erkenntnisse des Marktberichts Nachhaltige Geldanlagen 2025 für das „Jahrbuch 2025 Impact Investing“ zusammen.
Einmal im Jahr führt das FNG eine großangelegte Befragung von Asset Manager und Banken mit Nachhaltigkeitsfokus sowie Asset Ownern durch, um über Artikel 8 und 9 hinaus die aktuellen Trends nachhaltigkeitsbezogener Investitionen in Deutschland zu analysieren. So ergibt sich ein detailliertes Bild davon wie Nachhaltigkeit im Investmentbereich praktiziert wird.
Mehrere Standards haben sich etabliert
Die jährliche Befragung der Branche seit 2005 zeigt, dass sich gewisse Standards etabliert haben. Dazu zählt die gleichzeitige Anwendung mehrerer nachhaltiger Anlagestrategien. Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen dabei vier solcher Anlagestrategien. 79% wenden sogar fünf nachhaltige Strategien gleichzeitig an.
Zudem haben sich die Selektion nach Ausschlusskriterien und das normbasierte Screening mit dem UN Global Compact und den UN Principles for Responsible Investment (UN PRI) als gängige Praxis erwiesen. Best-in class verliert dagegen immer mehr an Relevanz. In Deutschland wird er nur noch zu 31% genutzt.
Die Anwendung von Ausschlusskriterien ist mit 96% die häufigste Nachhaltigkeitsstrategie. Bemerkenswert ist, dass der Ausschluss von fossiler Energie stark zugenommen hat: lag er vor drei Jahren noch bei 75%, sind es nun 96%.
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