Der Bedarf an neuen zusätzlichen Pflegeimmobilien und -plätzen wird in den kommenden Jahren rasant steigen. Privatanleger können davon profitieren. Mit der Investition in ein Pflegeappartement ergeben sich für sie neue Möglichkeiten.
Erst Krise, jetzt Boom. Kaum ein Segment des Immobilienmarkts hat in den vergangenen Jahren eine so rasante Berg- und Talfahrt erlebt, wie der Markt für Pflegeimmobilien. Ganz konkret war es vor allem die Insolvenzwelle vieler Pflegeheimbetreiber, die dazu führte, dass immer wieder Pflegeheimplätze zu verschwinden drohten – eine Entwicklung mit weitreichenden Folgen.
Die erste Folge war eine Verschärfung der sich bereits heute abzeichnenden Pflegekrise. Denn Fakt ist: Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird gesichert in den kommenden Jahren immer weiter steigen und damit auch die Anzahl der benötigten Pflegeplätze. Die zweite Folge: Immer mehr institutionelle Investoren haben sich in den vergangenen Monaten aus Deutschland zurückgezogen. Als Gründe werden die erwähnten Betreiberinsolvenzen oder auch der Fachkräftemangel genannt.
Ganz aktuell scheint sich in diesem Bereich allerdings eine Trendwende abzuzeichnen. So ist das Kölner Beratungsunternehmen Terranus kürzlich zu dem Schluss gekommen, dass eine Belebung des Marktes stattfindet, was insbesondere auf niedrigere Kaufpreisfaktoren zurückzuführen sei. Neu im Blickpunkt ist der Einzelvertrieb von Pflegeapartments. Der Erwerb eines Pflegeapartments kann mehrere Vorteile auf sich vereinen, wenn man auf den richtigen Anbieter zurückgreift.
Zunächst: Es handelt sich definitiv um einen wachsenden Markt, der attraktive Renditen regelrecht zusichert. Für Investoren bedeutet dies Stabilität und planbare Einnahmen über viele Jahre hinweg. Einige Anbieter sichern den Investoren daneben nicht nur stabile Mieteinnahmen durch zusätzlichen Schutz gegen Mietausfall per Treuhandkonto zu, sondern gewähren auch ein Belegungsrecht für einen Pflegeplatz für den Erwerber oder dessen nahe Angehörige.
Einige weitere Punkte sollten Investoren beim Erwerb eines Pflegeapartments darüber hinaus im Blick behalten – auch um mögliche Risiken zu minimieren. Erstens ist eine sorgfältige Auswahl des Betreibers entscheidend. Zweitens spielen die Gebäudequalität und der Standort der Immobilie eine wesentliche Rolle. Und drittens sollten die Immobilien den wichtigsten Nachhaltigkeitsstandards entsprechen, um zusätzliche Investitionen im Laufe der Jahre aufgrund sich verschärfender Klimaschutzvorgaben zu vermeiden.
Fest steht: Wir brauchen in Deutschland mehr private Investitionen in Pflegeimmobilien – und das auf allen Ebenen. Der Erwerb einzelner Pflegeapartments ist eine attraktive Kapitalanlage in die soziale Infrastruktur Deutschlands, die bei geschickter Anbieterauswahl zusätzlich auch ökologische und ökonomische Aspekte sinnvoll vereinen kann.
Der Beitrag ist zuerst in EXXECNEWS Ausgabe 23 erschienen.
Pascal Kleine ist gemeinsam mit Edwin Thiemann Geschäftsführer der Pecuria GmbH. Die Pecuria GmbH ist ein Spezialist für den Einzelvertrieb von nachhaltigen Pflegeapartments.