Einzigartiges Drei-Säulen-Konzept für Unternehmer

Thomas Hennings
Thomas Hennings

Die eigene Unternehmenskasse ist ein überragendes Steuerungsinstrument für den Unternehmer. Gastbeitrag von Thomas Hennings, BLM Consult

Wer in Zukunft ein wettbewerbsfähiges Unternehmen führen will, benötigt hierfür motivierte und loyale Mitarbeiter sowie qualifizierte Fachkräfte. Arbeitgeber suchen dafür mittlerweile erfolgreiche Anreize im Umfeld des Arbeitsplatzes und in der Vergütungspolitik. In der Vergangenheit suchten Arbeitgeber unter anderem ihr Glück in der versicherungskonformen betrieblichen Altersversorgung (bAV), um Mitarbeiter besser zu motivieren. Das Verbessern der Mitarbeitervorsorge über diesen Weg ist unter fundamentalen Gesichtspunkten mittlerweile seit Jahren schlichtweg zu vergessen.

Warum? Die Versicherungsbranche „gaukelt“ den Unternehmern und Arbeitnehmern weiterhin vor, dies sei ein lukrativer Baustein zur Altersvorsorge und rechne sich für alle Parteien. Doch für wen rechnet sich das denn wirklich? Nun, die klassischen Lebensversicherungen zur Ausfinanzierungen von versicherungskonformen bAV-Lösungen sind in einem Korsett an gesetzliche Anlagekriterien gehalten. Somit sind die dauerhaften Niedrigzinsen regelrecht Gift für solche Verträge. Garantiezinsen aus der Vergangenheit sind kaum noch zu erwirtschaften, diese Garantien sinken im Sturzflug in den letzten Jahren. Die sogenannten Überschussbeteiligungen, die sich eh nur auf den Sparbeitrag beziehen (im Durchschnitt gerade mal 65 bis 70 Prozent des gezahlten Beitrags), sind so gut wie gar nicht mehr realisierbar. Dazu schlägt beim normalen bAV-Sparer am Ende auch noch die Sozialversicherung zu, dieses weiß kaum ein Sparer. Der Aufschrei wird noch vielerorts groß sein, wenn es zu den heißersehnten bAV-Auszahlungen kommt. Erstens: Ernüchterung durch die stets sinkenden Überschüsse. Die Auszahlungshöhen werden enorm niedriger sein als erwartet. Und zweitens wird der Auszahlungsbetrag noch drastisch um Krankenversicherungsbeiträge gekürzt. Vorbei ist mit der hohen betrieblichen Altersversorgung. Gibt es denn überhaupt Alternativen zur „Versicherungs-bAV“?

Ja, aber sicher! Ein nachhaltig durchdachtes und bisher einzigartiges Konzept für Unternehmer und deren Arbeitnehmer revolutioniert den Markt. Zudem ist diese am Markt einzigartige Strategie für Finanzberater neu und bietet zahlreiche neue berufliche Perspektiven. Das „Drei-Säulen-Konzept für Unternehmer“. Es gibt dem Unternehmer Möglichkeiten an die Hand, seine Mitarbeiter viel effizienter zu motivieren und enger an das Unternehmen zu binden. Darüber hinaus sind Personalgespräche und Verhandlungen mit neuen Fachkräften auch erfolgreicher umzusetzen.

Säule eins: Der Unternehmer schafft über die sogenannte Entgeltoptimierung/Entgeltbausteine seinen Arbeitnehmern ein sofortiges höheres Nettoeinkommen pro Monat, das heißt mehr „Netto vom Brutto“. Das höhere Nettogehalt liegt im Durchschnitt bei circa 60 bis 90 Euro im Monat bei einem Durchschnittsbruttoverdiener (kann aber auch höher sein). Der Unternehmer hat nach Gegenrechnung tatsächlich keinen eigenen finanziellen Aufwand für das „Mehr an Netto“ für seine Mitarbeiter. Der Unternehmer hat also im ersten Schritt emotional und finanziell erhebliche Verbesserungen für seine Mitarbeiter durch das Umsetzen von legalen Entgeltbausteinen (zum Beispiel Einkaufsgutscheine, Werbeflächenpauschale, private Handykosten und vieles mehr) in Anlehnung an das Einkommensteuergesetz durchgeführt. Diese Art der Entgeltoptimierung existiert bereits seit über fünf Jahrzehnten, doch gerade einmal zehn Prozent der deutschen Unternehmen haben diese enormen Vorteile für sich genutzt. Die erste überaus lukrative Säule für Unternehmer und deren Arbeitnehmer steht somit.

Säule zwei: Man lasse die bestehenden bAV-Lösungen von professionellen Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern überprüfen. Die Neuinstallierung von Versorgungswerken sind die Regel, da nahezu überall in den Firmen Lücken bis hin zu desaströsen Haftungsfallen in den Versorgungszusagen zu finden sind. Auf die erheblichen Finanzierungslücken, also weitaus geringere Ablaufsummen aus Lebensversicherungsverträgen, ist bereits im obigen Textabschnitt hingewiesen worden. Die Implementierung einer eigenen Unternehmenskasse, auch pauschaldotierte Unterstützungskasse genannt, ist endlich auch für kleine mittelständische Unternehmen möglich. Es handelt sich hierbei um die älteste nicht-versicherungskonforme Form der betriebswirtschaftlichen Altersversorgung in Deutschland. Der Unternehmer führt die bAV-Beiträge nicht mehr an die Versicherungs- bzw. Bankwirtschaft ab wie vielleicht bisher, sondern lässt die Beiträge zwischen seinem Unternehmen und seiner eigenen Unterstützungskasse quasi zirkulieren. Die neu geschaffene Liquidität verbleibt in seinem Unternehmen und wandert nicht an Lebensversicherungskonzerne. Der Unternehmer ist für die Auszahlung der vereinbarten Zusagen an die Mitarbeiter in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zwar verantwortlich, aber er kann selber über die Anlageformen frei, aber auch mit seinem Anlageberater, entscheiden. Der Unternehmer hat das Steuer in der Hand, nicht irgendein Versicherungskonzern. Er nutzt nun erstmals sein Mitarbeiterkollektiv und dazu sehr effektiv Steuer- und Sozialversicherungsvorteile. Die Mitarbeiter erhalten einen garantierten Darlehenszins vom Arbeitgeber, zum Beispiel in Höhe von attraktiven 1,5 bis 2,0 Prozent auf die eingezahlten Beiträge. Die neue Liquidität aus dem legalen System der pauschaldotierten Unterstützungskasse nutzt der Unternehmer zusätzlich nun zum Beispiel zur Reduktion von Kreditverpflichtungen gegenüber seiner Bank. Er verbessert nebenbei seine eigene Bonität und macht sich bankenunabhängiger. Die eigene Unternehmenskasse ist ein überragendes Steuerungsinstrument für den Unternehmer, wenn es juristisch und steuerlich korrekt eingesetzt und durch echte Spezialisten begleitet wird.

Säule drei: Die Ausfinanzierung der Mitarbeiterzusagen des Versorgungswerks, hier die pauschaldotierte Unterstützungskasse, sollte zwischen Unternehmer und professionellen Beratern erfolgen. Die „neue“ jährliche Liquidität, erfahrungsgemäß zwischen 1.500 und 2.500 Euro pro Mitarbeiter pro Jahr, sollte unbedingt anteilig oder gänzlich in ein ausgewogenes Anlagekonzept investiert werden. Hierbei ist insbesondere auf Kurz-, Mittel- und Langfristigkeit zu achten. Abgerundet wird diese dritte Säule des Konzeptes dadurch, dass der Unternehmer hierbei in den Genuss kommt, wie ein institutioneller Investor zu agieren und zu investieren. Er erhält also keine Massenprodukte von der Stange. Die Anlageausrichtung liegt innerhalb des Portfolios auf deutschen und internationalen Sachwertanlagen. Diese beinhalten in der gesamten Mischung Fungibilität, Stabilität und Wertzuwachschancen. Klumpenrisiken gilt es selbstverständlich auszuschließen. Zu guter Letzt gilt hier sogar für den Unternehmer: Die Anlagebeträge beziehungsweise Gewinne, die oberhalb der zu leistenden Mitarbeiterversorgungssummen aus den Kapitalanlagen erwirtschaftet werden (Arbitragegeschäfte), erfreuen vollends den Unternehmer. Er kann diese für seinen eigenen Altersruhestand oder ähnliches nutzen.

Thomas Hennings ist Chief Operating Officer (COO) der BLM Consult - Betriebliches LohnkostenManagement Consult GmbH, Abenberg/Bremen. Für DFPA berichtet er in loser Folge über Möglichkeiten des betrieblichen Lohnmanagements.

www.blm-consult.de

Zurück

Gastbeiträge
Bernhard Matthes
Bernhard Matthes

Marktkommentar von Bernhard Matthes von der Bank für Kirche und Caritas ...