Impact Investing gewinnt in Deutschland an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt der vom Bundesverband Impact Investing (BVII) gemeinsam mit Advanced Impact Research veröffentlichte „German Impact Investing Survey 2025“.
Die Mehrheit der befragten Investoren plant, ihre entsprechenden Anlagen in den kommenden fünf Jahren auszubauen und erwartet dabei marktübliche oder sogar überdurchschnittliche Renditen. Gleichzeitig bremsen fehlende Standards für Wirkungsmessung, regulatorische Unsicherheiten und eine unklare Definition des Begriffs die weitere Entwicklung.
Die Studie zeigt, dass 65 Prozent der befragten Vermögensverwalter und Investoren ihre Impact-Anlagen in den kommenden fünf Jahren ausweiten wollen. Mehr als 70 Prozent erwarten dabei eine risikoadjustierte Marktrendite oder eine bessere Wertentwicklung. 64 Prozent sehen ihre Renditeerwartungen bislang erfüllt oder übertroffen, 79 Prozent bestätigen dies für die angestrebte gesellschaftliche oder ökologische Wirkung.
Dennoch machen Impact-Investments in den erfassten Portfolios bislang lediglich 0,85 Prozent des gesamten verwalteten Vermögens aus. Die Teilnehmer der Studie verwalten nach eigenen Angaben Impact-Anlagen im Umfang von 12,5 Milliarden Euro. Der BVII weist jedoch darauf hin, dass große institutionelle Investoren und Entwicklungsfinanzierer nicht an der Erhebung teilgenommen haben. Das tatsächliche Marktvolumen dürfte daher deutlich höher liegen.
Besonders gefragt sind Impact-Investments in den Anlageklassen Private Equity, Venture Capital, Private Debt und Infrastruktur. Thematisch stehen hochwertige Bildung (SDG 4), Gesundheit (SDG 3), Klimaschutz (SDG 13) und bezahlbare saubere Energie (SDG 7) im Mittelpunkt der Strategien.
Als größte Hindernisse nennen die Befragten fehlende Standards für die Wirkungsmessung, komplexe regulatorische Vorgaben sowie unzureichend verfügbare Wirkungsdaten. Der BVII sieht insbesondere in der geplanten Reform der europäischen Offenlegungsverordnung SFDR 2.0 die Chance, mehr Rechtssicherheit für den Markt zu schaffen und Impact Investing stärker im Finanzmarkt zu verankern. (DFPA/abg)
Die vollständigen Umfrageergebnisse finden Sie hier.
Der Bundesverband Impact Investing (BVII)) ist die Kompetenzplattform für Impact Investing in Deutschland. Mit ihren derzeit 75 Mitgliedern verfolgt das Ziel, den Impact-Investing-Markt zu entwickeln und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Geschäftsstelle der BII ist in Berlin. Mitglieder der Initiative können natürliche oder juristische Personen werden, die die Ziele der BII unterstützen.