Privates und institutionelles Kapital für Erneuerbare Energien

Jürgen Göbel

Auf dem Energiemarkt ist viel in Bewegung. Der europäische Strommarkt hat sich von einem monopolistischen, zentralisierten System, das von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas und Öl dominiert wurde, zu einem regulierten, integrierten Energiemarkt entwickelt.

Diese Transformation hat die Bedeutung Erneuerbarer Energien im Energiemix in den vergangenen Jahren erheblich erhöht, sodass sie mittlerweile einen Anteil von nahezu 50 Prozent des EU-Stroms umfasst. In Deutschland lag der Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen im Jahr 2024 sogar bei 58 Prozent.

Ein erheblicher Beitrag zur Finanzierung der Transformation wurde durch die Einbindung von privatem und institutionellem Investorenkapital ermöglicht. Das wird auch in Zukunft erforderlich sein, um den enormen Investitionsbedarf zur Weiterentwicklung der Energiewirtschaft abzudecken.

Zu Beginn des Jahres 2025 wurden parteiübergreifend einige relevante Gesetzesänderungen beschlossen, um der aktuellen Entwicklung des Energiemarktes Rechnung zu tragen. Neben einer stärkeren Integration von Photovoltaik in den Strommarkt und einer besseren Digitalisierung, soll auch der Betrieb von Stromspeichern erleichtert und der Anschluss von Biogasanlagen vereinfacht werden.

Mit der Änderung wird auf die Herausforderungen reagiert, die sich aus den gelegentlichen Stromspitzen im Stromnetz ergeben. Wenn zu bestimmten Zeiten zu viel Strom aus Erneuerbaren Energien im Netz zu negativen Preisen führt, erhalten neue Photovoltaik-Anlagen keine staatlich geförderte Einspeisevergütung mehr. Stattdessen sollen sie ihren Strom leichter selbst vermarkten und damit Erlöse erzielen.

 

Ein intelligenteres, digitales Stromsystem soll dabei helfen, das Ziel von 80 Prozent Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 sicher und bezahlbar zu erreichen. Die wachsende Zahl von Photovoltaik-Anlagen, muss besser in das Stromsystem integriert werden, um Versorgungs- und Einnahmesicherheit zu gewährleisten. Die neue gesetzliche Regelung soll zudem dabei unterstützen die vorhandene Flexibilität von Stromerzeugern, Verbrauchern und Netzbetreibern besser im Netz nutzen zu können.

Technologische Innovationen werden den Wandel des Strommarktes auch in Zukunft vorantreiben: Künstliche Intelligenz wird präzisere Prognosen von Energieerzeugung und –verbrauch ermöglichen, während die Kosten für Energiespeicher zunehmend sinken werden. Diese Fortschritte erlauben die Einführung dynamischer Strompreise und variabler Tarife, die eine flexiblere Nachfrage am Markt möglich machen.

Im Zuge des Strommarktwandels wird immer deutlicher, dass Erneuerbare Energien nicht mehr nur aufgrund ihrer Erneuerbarkeit nachhaltig sind, sondern auch hinsichtlich ihrer Produktionsprozesse bewertet werden. Regulatorische Auflagen sorgen inzwischen für eine erhöhte Transparenz bei CO2-Emissionen und Lieferketten und gewährleisten auf diese Weise nachhaltige Investitionen.

Die Zukunft der Energieerzeugung und der wirtschaftlichen Transformation liegt in der Dekarbonisierung und der Kreislaufwirtschaft. Solar, Wind und Wasserstoff werden als zentrale Energiequellen der Zukunft angesehen, die es ermöglichen, Ressourcen und Produkte im Kreislauf zu führen.

Das sogenannte „Impact Investing”, welches nach einer messbaren sozialen oder ökologischen Wirkung von Investments strebt, gewinnt dadurch fortlaufend an Bedeutung.

Jürgen Göbel ist seit Geschäftsführer der Euramco Gruppe in Aschheim bei München. Die Unternehmensgruppe betreut 180 geschlossene Investmentvermögen und sachwertbezogene Kapitalanlageprodukte mit rund 175.000 Beteiligungen.

www.euramco-asset.de

 

Der Beitrag ist zuerst im Schwerpunkt zu EXXECNEWS Ausgabe 07 erschienen.

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