Europäische Entwicklungsbanken investieren 80 Millionen US-Dollar in afrikanischen Kreditfonds
Mehrere europäische Entwicklungsfinanzierungsinstitute (DFIs) haben gemeinsam 80 Millionen US-Dollar in den „BluePeak Private Capital Fund II“ investiert, einen pan-afrikanischen Fonds für private Kredite. Der Fonds richtet sich gezielt an mittelständische Unternehmen in Afrika, die oft keinen Zugang zu klassischen Finanzierungen erhalten.
Zu den Investoren zählen die britische British International Investment (BII), die niederländische FMO, Schwedens Swedfund und die Schweizer SIFEM. Der im Mai 2025 erstmals geschlossene Fonds soll flexible Finanzierungslösungen für wachstumsorientierte Firmen in strategischen Branchen wie Lebensmittelverarbeitung, Pharma, Verpackung und Finanzdienstleistungen bieten – mit besonderem Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit. „Unternehmen in Afrika brauchen passgenaue Finanzierungen. Diese Partnerschaft stärkt das Segment privater Kredite auf dem Kontinent“, sagte BII-Afrika-Chef Chris Chijiutomi, dessen Institut 30 Millionen US-Dollar beigesteuert hat.
Laut Managing Partner Walid Cherif ist der Einstieg der vier DFIs ein Vertrauensbeweis für den Ansatz, wirtschaftliche Performance mit sozialer Wirkung zu verbinden. Die beteiligten DFIs sehen laut Cherif im Fonds ein Instrument, um die finanzielle Inklusion zu fördern und insbesondere Arbeitsplätze für Frauen und junge Menschen zu schaffen. (DFPA/abg)
BluePeak Private Capital ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft, die sich darauf spezialisiert hat, flexible Finanzierungslösungen im Bereich Private Capital, die auf die individuellen Bedürfnisse der Portfoliounternehmen zugeschnitten sind anbietet. Das 2019 gegründete Unternehmen schließt gezielt kritische Finanzierungslücken und unterstützt Unternehmen auf ihrem Wachstumskurs. So vermittelt bluepeak Real Estate und Renewable-Energy-Projekte an vermögende Privatkunden, Family Offices und institutionelle Investoren und hat bisher 240 Millionen US-Dollar eingesammelt.