CBRE: Europas Life-Sciences-Branche wächst – Deutschland mit Schlüsselrolle
Der europäische Life-Sciences-Sektor setzt seinen Wachstumskurs fort und gewinnt strategisch an Bedeutung für Wirtschaft und Immobilienmärkte. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobiliendienstleister CBRE in seinem Report „European Life Sciences Ecosystems: Sector Guide 2026“.
Demnach etabliert sich Deutschland als einer der dynamischsten Märkte in Europa. Getrieben wird das Wachstum durch technologische Fortschritte etwa bei KI-gestützter Wirkstoffforschung, personalisierter Medizin sowie Zell- und Gentherapien. Europa verfüge inzwischen über 43 der weltweit 100 führenden Life-Sciences-Universitäten und profitiere von umfangreichen Fördermitteln. Das Venture-Capital-Volumen im europäischen Healthcare- und Life-Sciences-Sektor stieg 2025 auf 13,22 Milliarden Euro, ein Plus von 2,8 Prozent.
Die Dynamik zeigt sich auch am Immobilienmarkt: In etablierten Clustern wie Cambridge, Paris oder Basel sowie in aufstrebenden Standorten entstünden neue Labor- und Forschungsflächen. Spezialisierte Immobilien erzielten dabei deutliche Mietaufschläge gegenüber klassischen Büroflächen. Institutionelle Investoren betrachteten Life Sciences zunehmend als eigene Assetklasse.
Innerhalb Europas nehme Deutschland eine Schlüsselrolle ein. Berlin profitiere von einer starken Start-up-Szene und Forschungslandschaft, München gelte mit rund 450 Biotech- und Pharmaunternehmen als führender Standort. Beide Städte verzeichneten hohe Finanzierungsrunden und neue Campusentwicklungen. Der Bedarf an spezialisierten Labor- und F&E-Flächen dürfte laut CBRE weiter steigen. (DFPA/abg)
Den vollständigen Report finden Sie hier.
Die CBRE Group, Inc. mit Hauptsitz in Los Angeles und Deutschlandzentrale in Frankfurt am Main ist eines der großen internationalen Dienstleistungsunternehmen für Eigentümer, Investoren und Nutzer auf dem gewerblichen Immobiliensektor. CBRE beschäftigt weltweit mehr als 100.000 Mitarbeiter in mehr als 500 Büros.