Kommentar: Investieren in Deutschland lohnt sich

Der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter einem schlechten Ruf. Dabei seien viele Probleme hausgemacht, sagt Valuniq-Vorstand Jörg Kintzel.

Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird bei ausländischen Investoren immer unbeliebter. Gemäß einer Umfrage von Deloitte und dem Industrieverband BDI aus dem vergangenen Jahr erwägt oder plant jede dritte Firma, Teile ihrer Betriebe ins Ausland zu verlagern. Auch im europäischen Ländervergleich sieht es düster aus: Laut einer Studie der Unternehmensberatung EY zu Auslandsinvestitionen fällt ausgerechnet die größte Volkswirtschaft Europas im Jahr 2023 um 12 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zurück.

Diesen Trend belegt auch eine Umfrage von KPMG unter 350 Finanzvorständen deutscher Tochtergesellschaften internationaler Konzerne: Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird deutlich schlechter bewertet als bisher und wirft unser Land nur noch ins Mittelfeld. Als Gründe werden häufig der Krieg in der Ukraine, die Inflation und die Energiekosten genannt. Kintzel glaubt allerdings, dass viele Probleme einfach hausgemacht sind. „Deutschland diskutiert lieber über die Vier-Tage-Woche als über Wirtschaftswachstum. Wir verschlafen die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung, KI und gleichzeitig beglückt uns der Staat mit immer mehr Bürokratie“, sagt Kintzel.  

Trotz aller Herausforderungen leben wir nach Kintzels Meinung in einem stabilen Land. Wir profitieren von einem sicheren Rechtsstaat und einer (noch) guten Infrastruktur. Diese beginnt jedoch aufgrund von Faktoren wie Rezession, Inflation und Fachkräftemangel zu erodieren. Die Attraktivität des Standorts scheint also abzunehmen, was zu einem Investitionsvakuum führt. Daraus ergeben sich Chancen, weil der Wettbewerb um die besten Investitionen abnimmt und sich die eigene Verhandlungsposition verbessert. So steht eine große Zahl mittelständischer Unternehmen derzeit vor Nachfolgeproblemen. Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung stehen bis zum Jahr 2026 rund 190.000 Familienunternehmen zur Übergabe an. Es gibt also mehr Menschen, die ihr Unternehmen abgeben, als solche, die es übernehmen wollen. Dieses Überangebot bietet neue Chancen, Unternehmen zu günstigen Konditionen zu erwerben und gleichzeitig deren Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen.

Für sehr vielversprechend hält Kintzel auch Investitionen in den Wohnungsbau. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) geht derzeit von einer Neubaulücke von 600.000 Wohnungen aus. Ohne Gegenmaßnahmen wird diese Zahl bis 2027 auf rund 830.000 steigen. Dennoch werden überall Bauprojekte gestoppt – meist wegen mangelnder Rentabilität. Die Bauwirtschaft leidet stark unter den steigenden Kosten. „Trotzdem glaube ich, dass es gerade jetzt spannend sein könnte, in den Bausektor zu investieren. Denn die Branche muss sich weiterentwickeln. Wenn eine Branche unter Druck gerät, steigt ihre Innovationskraft“, so Kintzel. (DFPA/abg)

Den vollständigen Beitrag finden Sie hier.

Die Valuniq AG ist ein unabhängiger Finanzdienstleister mit Sitz in Hilpoltstein.

www.valuniq.de

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