Mietpreisdynamik für Wohnimmobilien lässt in den Metropolen nach

Die Preisdynamik der Wohnungsmärkte in den Metropolen kühlt etwas ab, doch dafür zieht nun das Umland nach, so eine aktuelle Analyse des Immobilienberaters JLL.

Auf Jahressicht entwickelten sich die mittleren Angebotsmietpreise auf dem Wohnungsmarkt (Bestand und Neubau) in München (plus 1,7 Prozent, aktuell 20,90 Euro pro Monat pro Quadratmeter), Köln (plus 3,9 Prozent, 13,35 Euro pro Monat pro Quadratmeter), Frankfurt (minus 3,1 Prozent, 15,50 Euro pro Monat pro Quadratmeter), Düsseldorf (0,0 Prozent , 12,00 Euro pro Monat pro Quadratmeter) und Stuttgart (0,0 Prozent, 15,00 Euro pro Monat pro Quadratmeter) schwächer als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. In Berlin (plus 4,1 Prozent, 13,85 Euro pro Monat pro Quadratmeter) gab es zwar ebenfalls einen Rückgang der Dynamik, das Wachstum blieb aber ähnlich stark wie in Hamburg (plus 3,8 Prozent, 13,55 Euro pro Monat pro Quadratmeter) und Leipzig (plus 5,3 Prozent, 7,90 Euro pro Monat pro Quadratmeter).

Auch bei der Entwicklung der Spitzenmietniveaus zeigt sich in den Big 8 ein diversifiziertes Bild. Berlin (plus 7,6 Prozent) und Leipzig (plus 7,1 Prozent), wie auch Hamburg (plus 6,3 Prozent) und Düsseldorf (plus 5,5 Prozent) können ihre Dynamik behaupten, während in München (0,0 Prozent) eine anhaltende Sättigung zu beobachten ist und Märkte wie Stuttgart (minus 0,7 Prozent) und Frankfurt (minus 5,8 Prozent) teils deutliche Rückgänge zu verzeichnen haben. Im Vergleich zur mittelfristigen Betrachtung (zweites Halbjahr 2016 bis zweites Halbjahr 2021) erfahren Hamburg, Düsseldorf und Leipzig deutlichen Aufwind im Spitzensegment. Auch wenn in Berlin die Dynamik gegenüber dem Fünfjahresschnitt etwas nachgelassen hat, zeigt sich dort unter den Metropolen weiterhin das stärkste Wachstum.

Im Neubausegment bleibt die Dynamik der Angebotsmieten im Mittel der Big 8 im Vergleich zum fünfjährigen Mittel (plus 6,3 Prozent) mit einem aktuellen Zuwachs von plus 6,4 Prozent anhaltend hoch: In Berlin ist mit 13,3 Prozent der stärkste Anstieg zu beobachten, der auch im fünfjährigen Vergleich (plus 10,1 Prozent) zulegen konnte. Auch in Köln (plus 10,7 Prozent) und Düsseldorf (plus 9,9 Prozent) hat sich das Mietpreiswachstum sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch im mittelfristigen Vergleich gesteigert. In Hamburg (plus 6,7 Prozent), Stuttgart (plus 5,0 Prozent) und Leipzig (plus 4,5 Prozent) gab es ebenfalls Steigerungen gegenüber dem Vorjahr, während die Entwicklung in München und Frankfurt abflachte.

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben sich 2021 im Vorjahresvergleich überwiegend dynamisch entwickelt und konnten ihr Wachstum gegenüber dem fünfjährigen Durchschnitt teilweise deutlich ausbauen. Im Mittel der Big 8 erreichten die Mediankaufpreise eine durchschnittliche Zunahme von 11,4 Prozent. Im Vergleich zum fünfjährigen Durchschnitt (plus 8,8 Prozent) ist dies eine Steigerung um 2,7 Prozentpunkte. Noch stärker fiel die Zunahme in den übrigen kreisfreien Städten (plus 3,7 Prozentpunkte) ohne die Big 8 aus, wo die aktuelle jährliche Zunahme bei durchschnittlich 12,5 Prozent lag. Und auch die Peripherie steigerte ihren durchschnittlichen Anstieg der Mediankaufpreise auf Jahressicht auf 11,1 Prozent und konnte so den Fünfjahresschnitt (plus 9,6 Prozent) um 1,5 Prozentpunkte ebenfalls überholen.

In der Jahresbetrachtung der Mediankaufpreise zeigte sich der größte Zuwachs erneut in Leipzig. Dort werden derzeit durchschnittlich 3.100 Euro pro Quadratmeter verlangt (plus 20,2 Prozent gegenüber Vorjahr). In Düsseldorf (plus 14,0 Prozent) liegt der durchschnittliche Kaufpreis derzeit bei 5.060 Euro pro Quadratmeter, in München (plus 12,7 Prozent) bei 9.750 Euro pro Quadratmeter, in Köln (plus 12,6 Prozent) bei 5.000 Euro pro Quadratmeter und in Berlin (plus 11,6 Prozent) bei 5.560 Euro pro Quadratmeter. Einstellige Wachstumsraten verzeichneten Hamburg (plus 7,8 Prozent, 6.210 Euro pro Quadratmeter), Stuttgart (plus 7,2 Prozent, 5.330 Euro pro Quadratmeter) und Frankfurt (plus 5,3 Prozent, 6.900 Euro pro Quadratmeter).

Im Neubausegment liegt das durchschnittliche Kaufpreiswachstum in den Big 8 bei plus 8,1 Prozent (Vorjahreswert: plus 8,8 Prozent). Die Spanne reicht von plus 0,7 Prozent in Hamburg bis 13,3 Prozent in Berlin. Hamburg und Frankfurt (plus 1,1 Prozent) liegen unter ihrem jeweiligen Fünfjahresschnitt, während Stuttgart (plus 9,4 Prozent), Leipzig (plus 9,7 Prozent) und Köln (plus 11,1 Prozent) knapp darüber und sowohl München (plus 12,9 Prozent) als auch Berlin über ihrem mittelfristigen Durchschnitt liegen.

„Die weiterhin steigenden Kaufpreise in den Topmärkten sind vor allem dem nach wie vor anhaltenden Nachfrageüberhang im Niedrigzinsumfeld geschuldet. Darüber hinaus sehen wir aber auch, dass die Baukosten zuletzt stark gestiegen sind, was sich unweigerlich auf die Preise – nicht nur beim Neubau, sondern auch bei Sanierungen – auswirkt. Dieser Effekt wird auch 2022 anhalten, so dass Preisrückgänge in den Big 8 auf breiter Front in den kommenden Monaten nicht zu erwarten sind“, gibt Sebastian Grimm, Lead Director Residential Valuation JLL Frankfurt, einen Ausblick. (DFPA/JF1)

Jones Lang Lasalle Incorporated ist ein international tätiges Dienstleistungs-, Beratungs- und Investment-Management-Unternehmen im Immobiliensektor mit Sitz in Chicago. Das Unternehmen bietet unter der Marke JLL in mehr als 80 Ländern Dienstleistungen für Eigentümer, Nutzer und Investoren an.

www.jll.de

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