Öffentliche Versicherer starten Naturgefahren-Portal für Hausbesitzer
Die öffentlichen Versicherer in Deutschland haben eine digitale Plattform zur Bewertung von Naturgefahren gestartet. Mit dem Online-Service „Elementa Zentrum Naturgefahren“ sollen Hausbesitzer, Bauherren sowie Architekten standortbezogene Risiken für Gebäude besser einschätzen können.
Kernstück des Angebots ist ein sogenanntes Risiko-Radar, das adressgenaue Analysen zu Flusshochwasser, Starkregen und Hagel ermöglicht. Grundlage sind unter anderem öffentliche Hochwasser- und Starkregenkarten der Bundesländer sowie eine Hagel-Risikokarte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Neben der Risikoanalyse bietet das Portal Hinweise zu Schutzmaßnahmen und ein Bauteilregister mit Informationen zu widerstandsfähigen Baumaterialien und Konstruktionen. Für Planer und Bauherren stehen zudem Fachinformationen zu baurechtlichen Vorgaben bereit. Weitere Naturgefahren sollen künftig ergänzt werden.
Der Hauptgeschäftsführer des Verbands öffentlicher Versicherer, Wolfgang Wiest, verwies auf die zunehmenden Schäden durch Extremwetter. Hausbesitzer trügen dabei die Hauptlast. Als größte Gebäudeversicherer-Gruppe in Deutschland sehe man sich in der Pflicht, Versicherte bei Prävention und Risikobewertung zu unterstützen.
Dem Verband öffentlicher Versicherer gehören acht Versicherungsgruppen mit mehr als 45 Einzelunternehmen an. (DFPA/abg)
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Im Verband öffentlicher Versicherer, einer gemeinnützigen Körperschaft des öffentlichen Rechts, haben sich die regional tätigen, öffentlichen Versicherer Deutschlands überregional organisiert. Dem Verband gehören elf Erstversicherergruppen mit rund 40 Einzelunternehmen an. Gemeinsam erreichen die öffentlichen Versicherer mit mehr als 21 Milliarden Euro Prämienvolumen einen Marktanteil von rund elf Prozent am deutschen Versicherungsmarkt und sind damit die zweitgrößte Versicherungsgruppe in Deutschland.