Versichererfusionen: Makler berichten von Serviceverschlechterungen
Makler in Deutschland spüren nach Fusionen und Übernahmen unter Versicherern häufig negative Auswirkungen auf ihre Arbeit. Das zeigt die aktuelle Studie „AssCompact TRENDS I/2026“.
Demnach beobachten unabhängige Vermittler vor allem Verschlechterungen bei der Erreichbarkeit von Innen- und Außendienst, der Schadenregulierung und der fachlichen Kompetenz im Underwriting.
Fast die Hälfte der Makler erwartet in den kommenden drei Jahren weitere Zusammenschlüsse. Konkret halten 56,6 Prozent dies für „sehr wahrscheinlich“ und 36,7 Prozent für „eher wahrscheinlich“. Die Wahrnehmung vergangener Fusionen fällt unterschiedlich aus: Am deutlichsten bemerkt wurde der Zusammenschluss von Barmenia und Gothaer (20,6 Prozent), gefolgt von Baloise und Helvetia (8,5 Prozent).
In der Einschätzung der Auswirkungen dominieren Verschlechterungen. 50,3 Prozent der Befragten bemängeln die Erreichbarkeit von Innen- und Außendienst, 41,8 Prozent kritisieren die Geschwindigkeit der Leistungs- und Schadenregulierung, und 29,4 Prozent sehen eine Verschlechterung in der fachlichen Kompetenz der Underwriting-Abteilungen. Verbesserungen werden nur selten festgestellt. Bei der Nutzerfreundlichkeit von Maklerportalen zeigen sich 21,4 Prozent der Befragten verschlechtert, 10,7 Prozent sehen hingegen Verbesserungen.
Die Kommunikation der Versicherer während Fusionen wird gemischt beurteilt: 51,3 Prozent geben „teils/teils“ an, 27 Prozent halten sie für eher schlecht oder schlecht, 21,7 Prozent bewerten sie gut oder eher gut.
Die Online-Umfrage wurde vom 5. bis 21. Januar 2026 durchgeführt und erfasste die Antworten von 256 Vermittlerinnen und Vermittlern aus der Finanz- und Versicherungsbranche. (DFPA/abg)
Die vollständige Studie finden Sie hier.
Die bbg Betriebsberatungs ist ein Anbieter für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen in der Finanz- und Versicherungswirtschaft. Das Unternehmen gibt das Fachmagazin Asscompact heraus und ist Veranstalter der Messe DKM.