17Capital sammelt 7,5 Milliarden Dollar für NAV-Fonds
Der Private-Credit-Manager 17Capital hat einen neuen Fonds für sogenannte NAV-Finanzierungen in Höhe von 7,5 Milliarden US-Dollar geschlossen. Die Rekordsumme gilt als weiteres Signal für anhaltende Liquiditätsprobleme im Private-Equity-Sektor.
NAV-Kredite basieren auf dem Nettovermögenswert von Private-Equity-Portfolios und werden zunehmend genutzt, um Kapital an Investoren zurückzuführen oder Folgeinvestitionen zu finanzieren, ohne Beteiligungen veräußern zu müssen. Der Fonds „Credit Fund 2“ ist nahezu dreimal so groß wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2022 und stellt nach Unternehmensangaben das bislang größte Vehikel für diese Finanzierungsform dar. Der Markt gilt als strukturell unterversorgt, da Banken und andere alternative Finanzierungsanbieter die Nachfrage nicht vollständig decken können.
Hintergrund ist ein struktureller Engpass: Trotz einer leichten Erholung bei Unternehmensverkäufen bleibt das Fundraising schwach, während Investoren verstärkt Ausschüttungen einfordern. Gleichzeitig sind die Haltedauern von Beteiligungen weiterhin hoch.
Marktbeobachter sehen in der wachsenden Bedeutung von NAV-Finanzierungen einen dauerhaften Wandel. Die Nachfrage nach entsprechenden Krediten sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, während das Marktvolumen bis zum Ende des Jahrzehnts weiter kräftig zulegen dürfte. (DFPA/abg)
17Capital wurde 2008 gegründet und ist ein führender Private-Debt-Manager mit Spezialisierung auf NAV-Finanzierungen. Das Unternehmen finanziert diversifizierte und leistungsstarke Private-Equity-Portfolios, die von führenden Investoren in Europa und Nordamerika verwaltet werden.