Analyse: Asset Manager setzen auf Outsourcing und internationale Expansion
Asset Management Boutiquen setzen verstärkt auf Outsourcing und Internationalisierung und reagieren damit auf wirtschaftliche und regulatorische Herausforderungen. Ihr erklärtes Ziel ist es, effizient zu wachsen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Das geht aus dem „Boutique Asset Management Survey 2025“ der Universal Investment Gruppe hervor, Plattform für Fondsdienstleistungen.
Die jährliche international durchgeführte Umfrage umfasst Antworten von Asset Management Boutiquen aus Mitteleuropa, Großbritannien und den USA. Laut Studie plant mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Befragten, innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Monate mindestens eine Geschäftsfunktion auszulagern; ein ähnlich hoher Anteil (49 Prozent) will über den heimischen Markt hinaus expandieren, um künftiges Wachstum zu erzielen. Zu möglichen Maßnahmen gehören der Eintritt in neue Regionen, die Einführung internationaler Produkte sowie Fusionen und Übernahmen.
Die Daten zeigen, wie Boutiquen ihre Geschäftsmodelle anpassen, um sich in der zunehmend komplexer werdenden Investmentlandschaft zurechtzufinden und sich den spezifischen Herausforderungen jeder Region zu stellen. „Die Herausforderungen für Vermögensverwalter haben sich in den letzten zwölf Monaten verschärft“, sagte Marcus Kuntz, Group Head of Sales and Fund Distribution bei Universal Investment. „Weil der wirtschaftliche Druck zunimmt und die Märkte ungewisser werden, versuchen viele Unternehmen, durch das Auslagern von Bereichen außerhalb des Kerngeschäfts ihre Abläufe an die Entwicklung anzupassen. Andere unternehmen mutige Schritte, um Wachstum in neuen und bestehenden Märkten zu erzielen.“
Zunehmender Wettbewerbs- und Regulierungsdruck
Die größten Herausforderungen, die Asset Management Boutiquen aus allen Regionen zu ihren Wachstumsplänen antreiben, sind regulatorische Anforderungen, die von 71 Prozent genannt werden, gefolgt von zunehmendem Wettbewerb und Margendruck (41 Prozent) sowie dem Wunsch nach Differenzierung in einem umkämpften Markt (39 Prozent).
Ein weiterer Weg für zukünftiges Wachstum, den Asset Management Boutiquen in Betracht ziehen, ist die Internationalisierung. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Boutiquen plant in den nächsten zwölf bis 24 Monaten grenzüberschreitende Wachstumsinitiativen: Fast jeder Vierte (23 Prozent) plant den Eintritt in neue Märkte, 28 Prozent wollen durch die Einführung neuer Produkte in bestehenden internationalen Märkten wachsen. Weitere 19 Prozent erwägen Fusionen und Übernahmen, was darauf hindeute dass Boutiquen einen bewussten, strategischen Ansatz verfolgen, um Skaleneffekte und Resilienz zu steigern. Zu den Top-Destinationen für internationale Expansion zählen das deutschsprachige Europa (48 Prozent), APAC (16 Prozent) und Großbritannien/Irland (14 Prozent). (DFPA/mb)
Die Universal-Investment-Gruppe mit Hauptsitz in Frankfurt am Main bietet Dienstleistungen rund um die Fonds- und Wertpapieradministration für Asset Manager, Banken und unabhängige Vermögensverwalter an.