Anleger investierten im zweiten Quartal 2026 Netto-Neugeld in Höhe von 113,6 Milliarden Euro in europäische UCITS-ETFs. Dies entspricht laut Vermögensverwalter Amundi einem Anstieg von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Zuflüsse lagen damit über denen des ersten Quartals. Hintergrund: Der Markt erholte sich nach der durch den Krieg im Nahen Osten im März ausgelösten Volatilität und dem Ausverkauf weiter. Zudem schloss das zweite Quartal stark ab: Die Neugeldzuflüsse im Juni beliefen sich auf 40,5 Milliarden Euro, womit die Zuflüsse vom April (36,2 Milliarden Euro) und vom Mai (36,9 Milliarden Euro) übertroffen wurden.
Das zweite Quartal war zudem durch eine deutliche Umschichtung innerhalb der Anlageklassen gekennzeichnet. So stiegen bei Aktien-ETFs die Zuflüsse in US-Aktien-ETFs im zweiten Quartal auf 26 Milliarden Euro, nach 8,2 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026.
Mit Blick auf die Regionen lagen „All-Country-World“-ETFs (plus 34,3 Milliarden Euro), gefolgt von US-Aktien-ETFs vorn. Mit Blick auf bestimmte Branchen war im zweiten Quartal eine starke Umschichtung in ETFs auf die Informationstechnologie (plus 5,5 Milliarden Euro) und in den Industriesektor (plus 2,7 Milliarden Euro) zu beobachten, während die Nachfrage nach defensiveren Sektoren wie Versorger und Gesundheitswesen schwächer ausfiel. Themen-ETFs spielten im zweiten Quartal weiterhin eine wichtige Rolle, insbesondere KI-bezogene Engagements wie Halbleiter (plus 2,7 Milliarden Euro).
Bei ESG-ETFs wurden im seit Jahresbeginn Rekordzuflüsse verzeichnet. Sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal 2026 beliefen sich die Nettomittelzuflüsse in ESG-ETFs auf jeweils mehr als 21 Milliarden Euro, was einem Gesamtvolumen von fast 43 Milliarden Euro im ersten Halbjahr entspricht. Dies bedeutet eine Verdreifachung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Im zweiten Quartal 2026 entfielen zwei Drittel der Mittelzuflüsse auf Aktien-ESG-ETFs. (DFPA/mb)
Amundi ist eine börsennotierte Fondsgesellschaft mit Sitz in Paris. Das Unternehmen ist 2010 aus der Zusammenführung der Asset-Management-Aktivitäten der französischen Bankengruppen Crédit Agricole und Société Générale hervorgegangen.