Die Fondsgesellschaft DWS übernimmt das Management eines neuen Spezialfonds für den Bund sowie die Länder Hessen und Baden-Württemberg. Das Mandat umfasst eine passive Anleihestrategie mit einem geplanten Volumen von bis zu 6 Milliarden Euro. Ziel ist es, Mittel aus Pensionsrücklagen langfristig und zukunftssicher zur Absicherung künftiger Versorgungsverpflichtungen anzulegen.
An dem Fondsprojekt beteiligt sind neben der DWS auch die Dekabank als Verwahrstelle sowie Stoxx, eine Tochtergesellschaft der Deutsche-Börse-Gruppe, die das nachhaltige Indexkonzept bereitstellt. Investiert werden soll in auf Euro lautende Unternehmensanleihen. Dabei orientiert sich die Strategie am europäischen Standard für klimaneutrale Finanzanlagen.
Das angestrebte Fondsvolumen liegt nach Angaben aus dem Projektumfeld zwischen drei Milliarden und sechs Milliarden Euro. Anleger sind der Versorgungsfonds Baden-Württemberg, die Sondervermögen des Bundes und der Sozialversicherung sowie das hessische Sondervermögen Versorgungsrücklage, das sogenannte Alterssparbuch Hessen.
Die hessische Versorgungsrücklage umfasst derzeit rund sieben Milliarden Euro. Bis 2027 sollen etwa zehn Prozent der Mittel in Unternehmensanleihen investiert werden. Die Fondsanteile für die Portfolios des Bundes und der Länder wird die Deutsche Bundesbank erwerben.
Mit dem Mandat setzt die öffentliche Hand verstärkt auf kapitalmarktbasierte Anlagen zur Finanzierung langfristiger Pensionsverpflichtungen. Gleichzeitig unterstreicht die Einbindung eines nachhaltigen Indexkonzepts den wachsenden Stellenwert von Klima- und Nachhaltigkeitskriterien bei institutionellen Investoren. (DFPA/abg)
Die DWS Group ist ein Vermögensverwalter mit Sitz in Frankfurt am Main. Das börsennotierte Unternehmen befindet sich im Mehrheitsbesitz der Deutschen Bank. Die rund 5.000 Mitarbeitenden verwalten ein Vermögen von 1.093 Milliarden Euro (Quelle: DWS; Stand: 31. März 2026).