Die Zuflüsse im Markt für europäische UCITS-ETFs haben sich im März verlangsamt. Infolge der wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran schichteten ETF-Anleger laut Amundi Asset Management in defensivere Positionen um und richteten ihre Portfolios breiter aus.
Die Netto-Neugeldzuflüsse (NNA) summierten sich im März auf 10,6 Milliarden Euro, was deutlich unter den Werten vom Februar (plus 48 Milliarden Euro) und Januar (plus 46,9 Milliarden Euro) lag – den beiden Rekordmonaten des ETF-Marktes bezogen auf die Zuflüsse. Trotz der Verlangsamung im März beliefen sich die NNA im ersten Quartal 2026 auf 105,8 Milliarden Euro gegenüber 87,1 Milliarden Euro im ersten Quartal des Vorjahres.
Aktien-ETFs verzeichneten im März Zuflüsse in Höhe von 9,5 Milliarden Euro, was etwa einem Viertel der Februar-Zuflüsse in diese Anlageklasse entspricht. Anleger bevorzugten mit Blick auf eine höhere Diversifizierung breit anlegende Strategien und setzten insbesondere auf All-Country-Strategien (plus sechs Milliarden Euro).
Die Nettozuflüsse in Anleihe-ETFs summierten sich auf 500 Millionen Euro (Februar: 8,5 Milliarden Euro), was vor allem auf Abflüsse aus risikoreicheren ETF-Anleihestrategien zurückzuführen ist. Die größten Zuflüsse gingen in Cash-Alternativen (plus 2,5 Milliarden Euro) und Staatsanleihen mit ultrakurzer Laufzeit (plus 1,7 Milliarden Euro).
Aktien-ETF-Anleger präferierten im März breit diversifizierte und Themen-Strategien gegenüber Länder- oder zyklischen Allokationen. Globale Strategien lagen an der Spitze und verzeichneten mehr als die Hälfte der gesamten Nettoneugeldzuflüsse.
Aus ETFs auf US-Aktien gab es Mittelabflüsse in Höhe von 543 Millionen Euro. Abflüsse verzeichneten auch ETFs mit Fokus auf die entwickelten Märkten Asiens (minus 823 Millionen Euro), wobei diese besonders von der Blockade der Straße von Hormus betroffen waren. Aus Sektorperspektive bevorzugten ETF-Anleger Bereiche, die mit dem aktuellen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld in Verbindung stehen, darunter Energie (plus 1,9 Milliarden Euro) und Industrie (plus 1,4 Milliarden Euro). Bei Themen-ETFs verzeichnete der Verteidigungssektor Zuflüsse in Höhe von 885 Millionen Euro, was die allgemeine Politik widerspiegelt, mit der Länder angesichts erhöhter geopolitischer Risiken ihre Sicherheit und Widerstandsfähigkeit stärken wollen. (DFPA/mb)
Amundi ist eine börsennotierte Fondsgesellschaft mit Sitz in Paris. Das Unternehmen ist 2010 aus der Zusammenführung der Asset-Management-Aktivitäten der französischen Bankengruppen Crédit Agricole und Société Générale hervorgegangen.