Der UCITS-ETF-Markt setzte seinen Rekordkurs aus dem vergangenen Jahr fort und verzeichnete im Januar 2026 mit rund 47,8 Milliarden Euro die höchsten jemals gemessenen Monatszuflüsse. Dabei bleiben Aktien-ETFs klar führend, während Anleihen aufholen, aktive ETFs weiter an Bedeutung gewinnen und ESG-Strategien strukturell stark nachgefragt werden, so merkt Claus Hecher an, Head of ETF Sales DACH and Nordics bei dem Vermögensverwalter BNP Paribas Asset Management.
UCITS steht für „Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities“ und bezeichnet eine EU-Richtlinie, die seit den 1980er-Jahren den Rahmen für Investmentfonds innerhalb Europas vorgibt. Aktien-ETFs verzeichneten Zuwächse von 36,8 Milliarden Euro und bündelten damit 77 Prozent der gesamten Zuflüsse. Das verwaltete Vermögen in diesem Segment stieg auf 2,02 Billionen Euro. Innerhalb der Aktienstrategien führten globale Produkte mit Zuflüssen von 16,4 Milliarden Euro, gefolgt von europäischen Aktien-ETFs mit 7,8 Milliarden Euro und Schwellenländer-Strategien mit 7,3 Milliarden Euro.
Bemerkenswert sei die breite regionale Streuung der Zuflüsse: Anleger investieren nicht nur in die USA, sondern diversifizieren gezielt über Europa und Emerging Markets. China-ETFs verzeichneten hingegen Abflüsse von 272 Millionen Euro.
Auf Sektorebene zeigt sich eine deutliche Rotation, die sich auch in den Mittelbewegungen der ETFs widerspiegelt. In den USA legte der Energiesektor im Januar um 14,3 Prozent zu, auch Industrie- und Basismaterialienwerte entwickelten sich stark. Dagegen verzeichneten IT-ETFs einen Rückgang von zwei Prozent. In Europa profitierten IT-ETFs mit einem Plus von 10,1 Prozent, während zyklische Konsumwerte 7,9 Prozent einbüßten. Energie-ETFs legten 6,6 Prozent zu. (DFPA/mb)
BNP Paribas Asset Management ist der unabhängige Vermögensverwalter des Finanzdienstleisters BNP Paribas.