ETF: Verbreitet, aber unzureichendes Verständnis
Exchange Traded Funds (ETFs) gehören mittlerweile zu den bekanntesten Anlageprodukten in Deutschland. Drei Viertel der Bevölkerung geben an, von ETFs gehört zu haben. Der hohe Bekanntheitsgrad geht jedoch nicht mit einem fundierten Verständnis einher. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage des Vermögensverwalters Franklin Templeton, die im Februar 2026 unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland durchgeführt wurde.
Trotz ihrer großen Beliebtheit beurteilen die Befragten ihr eigenes Wissen über ETFs kritisch. Im Durchschnitt bewerten sie es auf der deutschen Notenskala mit 4,5 (wobei 6 die schlechteste Note ist) – was der Note „ungenügend“ entspricht. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) bezeichnet ihr Wissen als unzureichend, während nur zwölf Prozent es als gut oder sehr gut einschätzen. Gleichzeitig sind 61 Prozent der Meinung, dass die Deutschen insgesamt ihr Geld zu konservativ anlegen.
Die Umfrage ergab zudem, dass ETFs für viele Deutsche grundsätzlich attraktiv sind. Hätten sie heute 10.000 Euro frei verfügbar, würde mehr als ein Drittel davon in ETFs investieren – mehr als in jede andere Anlageform. Bei erfahrenen Anlegern steigt dieser Anteil auf fast 60 Prozent.
In der Realität dominieren jedoch nach wie vor konservative Produkte. Rund zwei Drittel der Deutschen nutzen Tagesgeldkonten, und mehr als die Hälfte setzt auf Spar- oder Sparbücher. Nur etwa drei von zehn Befragten halten derzeit indexierte ETFs, also ETFs, die einen Index regelbasiert nachbilden. Vielen ist bewusst, dass Untätigkeit an sich schon ein Risiko sein kann: Ein Drittel gibt an, mehr Angst davor zu haben, ihr Geld nicht anzulegen, als vor einem Marktcrash. Gleichzeitig fühlen sich 42 Prozent von der schieren Vielfalt der verfügbaren ETFs überfordert – was darauf hindeute, dass eher Orientierungslosigkeit als mangelndes Interesse ein wesentliches Hindernis für Investitionen darstelle. (DFPA/mb)
Franklin Resources Inc. ist eine börsennotierte Investmentgesellschaft mit Sitz in San Mateo (Kalifornien/USA), die global unter der Marke Franklin Templeton Investments tätig ist. Mit einem verwalteten Vermögen von 1,68 Billionen US-Dollar zum 31. März 2026 ist das Unternehmen weltweit in mehr als 35 Ländern tätig.